Reiß: Leitung von Kindertagesstätten ist wichtige Aufgabe und wird gefördert

Eine Umfrage über den landesweiten tatsächlichen Umfang der Leitungsfreistellung in den rund 2.500 Kindertagesstätten landesweit soll klären, inwieweit die im Jahr 2000 von einer Arbeitsgruppe der katholischen Bistümer, der evangelischen Landeskirchen, des Städtetags und des Landkreistags erarbeitete Vereinbarung zur Freistellung für Leitungsaufgaben in Kindertagesstätten aktuell umgesetzt ist. Das kündigte Bildungs- und Jugendstaatssekretärin Vera Reiß anlässlich der heutigen Übergabe einer Unterschriftenliste für eine verstärkte Freistellung für die Leitung von Kindertagesstätten durch die GEW an.

07.02.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Die Staatssekretärin unterstrich: "Das Land fördert die Freistellung für Leitungsaufgaben in Kindertagesstätten, wenn die Träger dies wünschen und die kommunalen Jugendämter der Einsetzung von zusätzlichem Erziehungspersonal zustimmen. Die Leitung von Kindertagesstätten ist aus Sicht der Landesregierung eine sehr wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe." Regelungen im Kindertagesstättengesetz und in der entsprechenden Durchführungsverordnung sicherten daher den Trägern von Kindertagesstätten eine Landesförderung für zusätzlich eingestelltes Personal auch für Leitungsaufgaben.

Maßstab für die Entscheidungen der Jugendämter und die Anerkennung von Zusatzpersonal durch das Landesjugendamt sei die im Jahr 2000 erarbeitete Vereinbarung der Träger von Kindertagesstätten und der Träger der Kinder- und Jugendhilfe, die für Leitungsaufgaben eine Basisanrechnung von sechs Wochenstunden (für Kindertagesstätten mit einer Gruppe) und von jeweils drei Stunden für jede weitere Gruppe festgeschrieben habe. "Es gibt allerdings keine verlässlichen Daten darüber, in welchem Umfang diese Vereinbarung tatsächlich umgesetzt ist", sagte Vera Reiß.

Dass in Kindertagesstätten die Entlastung für Leitungsaufgaben häufiger als unzureichend empfunden werde, sei bekannt und werde auch durch die jetzige GEW-Aktion nochmals deutlich, so die Bildungs- und Jugendstaatssekretärin. "Wir wollen mit der flächendeckenden Abfrage nun aber objektive und aktuelle Daten erheben. Die Abfrage und deren Ergebnisse fließen selbstverständlich in die Spitzengespräche mit Trägern und Kommunen über Verbesserungen bei der Umsetzung der Vereinbarung ein."


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