Rosig ist etwas anderes
(bikl) Rosig ist er gerade nicht, der Lehrerarbeitsmarkt. Das zumindest bescheinigt eine aktuelle Untersuchung des Bildungsforschers Klaus Klemm von der Uni Duisburg-Essen.
01.11.2004 Artikel"Die Länder haben über 8.000 Lehrkräfte weniger eingestellt, als von der Kultusministerkonferenz (KMK) errechnet, um allein den Status quo der Unterrichtsversorgung zu halten. Diese 'Einsparung' haben sich die Landesregierungen mit Arbeitszeitverlängerungen für alle Lehrkräfte und der Erhöhung der Klassengrößen erkauft", erklärte GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange am Montag in Berlin bei der Präsentation der Untersuchung. Es drohe Lehrermangel trotz derzeitiger Lehrerarbeitslosigkeit.
Stange warnte die Länder mit Blick auf den Vorstoß Berlins bei der Sprachförderung von Kindern durch Ein-Euro-Job-Lehrer außerdem davor, aufs falsche Pferd zu setzen: "Qualitätsverbesserungen an den Schulen lassen sich nicht über befristete Ein-Euro-Job-Stellen herbeiführen."
Der Arbeitsmarkt Schule, so das Fazit der Studie, biete Absolventen der
der gymnasialen Oberstufen, ebenso wie den Absolventen der Lehramtsstudiengänge ausgesprochen widersprüchliche Signale: Auf der einen Seite stünden die von
der KMK breit publizierten hohen Bedarfszahlen, die damit verbundenen Warnungen vor
einem neuerlichen Lehrermangel sowie die daraus abgeleiteten Werbemaßnahmen für den
Lehrerberuf. Auf der anderen Seite widerspricht die Einstellungspolitik der Jahre nach 2001
diesem Bild. Die jährlichen Einstellungszahlen gingen danach kontinuierlich zurück.
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