Saarland lehnt Einheitsschule ab
Der Forderung von SPD und den Grünen nach einer Einheitsschule hat Kultusminister Jürgen Schreier eine deutliche Absage erteilt. Jürgen Schreier: "Es ist typisch für Rot/Grün, dass ihnen als Therapie wieder nur das Medikament einfällt, das die Qualitätsdefizite mit verursacht hat: Eine Schule für alle - die Gesamtschule. Das ist die falsche Antwort. Denn bei Pisa hat in Deutschland Bayern mit seinem dreigliedrigen Schulsystem am besten abgeschnitten. Wir halten im Saarland am Gymnasium und an den beiden Pflichtschulen fest und verbessern sie. Was wir jetzt brauchen ist keine erneute ideologische Strukturdebatte, sondern eine Verbesserung der Qualität innerhalb des bestehenden Schulsystems."
15.09.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur SaarlandDazu gehöre es, so der Minister, die hohe Motivation der Kinder im Kindergarten für strukturiertes Lernen früher zu nutzen, einheitliche Bildungsstandards einzuführen und sie vergleichbar zu machen, vor allem aber bedürfe es eines innovativen Qualitätsmanagements und neuer Formen der Qualitätssicherung. Daneben sei es geboten, die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen noch zu verbessern (z. B. durch berufliche Gymnasien) und die Übergänge gleitender zu gestalten.
Jürgen Schreier abschließend: "Rot/Grün macht es sich wirklich zu einfach, als Antwort auf die inhaltlichen Herausforderungen nur mit einer theoretischen Strukturdebatte zu antworten, die ihnen in ihren ideologischen Kram passt. Die Problembewältigung muss an ganz anderen Stellen ansetzen."
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