Bremen

Senatsfrauen sollen sich im Sinne der (frühen) Bildung einigen!

Die GEW erwartet, dass sich die drei Frauen des Senats (Linnert, Jürgens-Pieper und Stahmann) zusammensetzen und eine Lösung im Sinne der Bildungshungrigkeit der jungen Menschen dieses Landes realisieren. Davon würden insbesondere Frauen, die auch Mütter sein können, profitieren. Zudem bräuchten die Schulen und Träger der Kitas endlich Sicherheit darüber, mit wem sie das nächste Schuljahr planen können, erneuert die GEW ihre Forderung.

19.06.2012 Pressemeldung GEW Bremen

"Die Erhöhung der Kita-Gebühren konterkariert die Kritik am Betreuungsgeld und lenkt vom Problem der fehlenden Plätze insbesondere im U3-Bereich ab." Mit diesen Worten kommentierte Christian Gloede, Landesvorstandssprecher der GEW den derzeitigen Koalitionskrach um Beiträge und Platzausbau.

Wer in der momentanen Betreuungsgeld-Debatte die Kita-Beiträge erhöht, trägt dazu bei, bestimmte Menschen ins Betreuungsgeld zu treiben. Angesichts der Notwendigkeit des Ausbaus der frühen Bildung als ein Rechtsanspruch geht die Forderung, auch innerhalb der SPD, in Richtung Gebührenfreiheit. Die Nichterhöhung sei bereits ein Zugeständnis an Bremens Kassenstand, so Gloede weiter.

Zur Bedarfsanalyse Krippenausbau erklärte die GEW: Die durchgeführte Forsa-Umfrage war teuer und ist untauglich für die konkrete kleinräumige Kita-Planung. Bereits aus den Absagezahlen der letzten Jahre war der Bedarf in den Stadt- und Ortsteilen erkennbar, bis hin zu Daten der Fluktuation zwischen den Stadtteilen. Mit der Umfrage sollte lediglich Zeit gewonnen werden. Die ist nun um und der Senat ist keinen Schritt weiter – Eltern und ihre Kinder stehen nach wie vor im Regen und wissen nicht wohin.

Gloede: "Ob sich die SPD nun aber mehr darüber ärgert, dass Sozialressort an die Grünen abgetreten zu haben oder darüber, dass sie für das Bildungsressort nicht mehr Geld kriegt, kann den Menschen in dieser Stadt ziemlich egal sein – es bleibt dabei: Bremen gibt zu wenig Geld für (frühe) Bildung aus! Daran ändert auch ein durch eine Stiftung finanzierter Chemiebaukasten in Grundschulen nichts." Die angebliche Überziehung des Bildungsetats um über 100 Stellen ist eine rein fiskalische und entbehrt jeglicher Bildungsevaluation.

Ansprechpartner

GEW Bremen

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