Start der Tarifrunde: 2000 Euro sind zu wenig – Erzieherinnen endlich besser bezahlen

"Erzieherinnen müssen endlich besser bezahlt werden. Mit 2000 Euro brutto liegt die Bezahlung kaum über der einer Verkäuferin. Damit wird man der großen Verantwortung des Erzieherinnenberufs hinten und vorne nicht gerecht. Wer für Kinder eine hohe Qualität in der Bildung will, muss Erzieherinnen ein Gehalt zahlen, das dem Niveau und der Verantwortung ihrer Arbeit entspricht", sagte Matthias Heidn, Lan­desvorsitzen­der der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Donnerstag, 10.1.08 in Kiel zum Beginn der Tarifrunde für die 1,3 Millionen Angestellte des Bundes und der Kommunen. Neben einer höheren Eingruppierung für Erzieherinnen will die GEW in dieser Tarifrunde zu­sammen mit den anderen Gewerkschaften des Öffentlichen Dienstes eine Tariferhöhung um 8 Prozent für die Beschäftigten erreichen.

10.01.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

Bei den Verhandlungen zum neuen Eingruppierungstarifvertrag für sozialpädagogische Fach­kräfte macht sich die Bildungsgewerkschaft GEW dafür stark, Erzie­herinnen mindestens in die Entgeltgruppe 8 des Tarifvertrags für den Öffentlichen Dienst (TVöD) einzugruppieren. Erzieherinnen, die nach einem Bildungsplan arbeiten, sollen besser bezahlt werden. Das würde bedeuten, dass die Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen zwischen 1.930 und 3.180 Euro verdienen würden. Die Arbeitgeber fordern eine Einstufung in die Entgeltgruppe 6, in der zwischen 1.764 und 2.285 Euro pro Monat gezahlt wird. Damit würden dann Erzieherinnen deutlich weniger als nach den alten BAT-Regelungen verdienen.

Matthias Heidn wies darauf hin, dass besonders für Nachwuchs-Erzieherinnen die Berufssituation sehr schwierig sei. Als Berufsanfängerinnen würden sie oft mit befristeten Teilzeitstellen abgespeist. Fast 50 Prozent der Erzieherinnen unter 30 Jahren hätten nur eine befristete Stelle. "Wo sollen unter diesen Bedingungen die rund 3.500 zusätzlichen Erzieherinnen herkommen, die für den Ausbau des Krippenangebots landesweit notwendig sind?" Wie will man junge Frauen und Männer so für diesen schönen und verantwortungsvollen Beruf begeistern?"

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GEW Schleswig-Holstein

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