Stellungnahme zur aktuellen Debatte rund um das Programm „Sprach-Kitas“
Zur aktuellen Debatte rund um das Programm „Sprach-Kitas“ nimmt das Kultusministerium wie folgt Stellung: „Es ist wichtig, dass die Fachkräfte und Fachberatungen Planungssicherheit erhalten. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dieses Personal auch zu halten und wollen eine nahtlose Weiterbeschäftigung der im Programm tätigen Fachkräfte erreichen."
19.10.2022 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg"Hierzu stehen wir in einem engen Austausch mit den anderen Bundesländern und mit dem Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, um gemeinsam eine gute Lösung zu finden“, sagt Staatssekretär Volker Schebesta MdL.
Er lobt die Arbeit, die in den Kitas geleistet wird: „Die Sprach-Kitas sind ein Erfolg und leisten einen wichtigen Beitrag für Chancengerechtigkeit. Sie ergänzen dabei die Landeskonzeption Kolibri, mit der wir die wichtige frühkindliche Förderung auch von Landesseite aus mit jährlich 30 Millionen Euro unterstützen und dafür sorgen, dass möglichst viele Kinder schon früh wichtige Förderangebote erhalten.“
Baden-Württemberg hält eine Fortführung des Bundesprogramms zumindest bis Mitte 2023 für einen wichtigen Schritt zum Erhalt der Sprach-Kitas. Das Land möchte die Sprach-Kitas langfristig fortführen. Damit eine Überführung der Sprachförderung in das Kitaqualitätsgesetz erfolgreich gelingen kann, wie sie sich der Bund vorstellt, müssen aus Sicht von Baden-Württemberg Mittel für den Übergang zumindest bis Mitte 2023 im Bundeshaushalt verankert und weitere Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern getroffen werden, z.B. zum Umgang mit der bisher vom Bund beauftragten und finanzierten Regiestelle.
Baden-Württemberg fördert die Sprachentwicklung an Kindertageseinrichtungen grundsätzlich über die Sprach-Kitas hinaus in verschiedenen Programmen, die seit dem Pakt für gute Bildung und Betreuung des Landes in der Gesamtkonzeption Kolibri zusammengefasst sind. Die Förderung im Rahmen der Gesamtkonzeption erfolgt seit 2019. Der Bereich der Sprachförderung umfasst neben dem Förderweg „Intensive Sprachförderung plus“ (ISF+) für Kinder ab 2 Jahren und 7 Monaten (mit zusätzlichem Förderbedarf) auch das ganzheitliche Förderprogramm „Singen-Bewegen-Sprechen“ (SBS) für Kinder ab 3 Jahren. Für die Sprachförderung wurden mit dem Pakt für gute Bildung und Betreuung 3,5 Millionen Euro zusätzlich in die sprachliche und elementare Förderung investiert, dieser Betrag wurde zwischenzeitlich auf 7 Mio. Euro aufgestockt. Darüber hinaus stehen im Landeshaushalt weitere etwa 23 Millionen Euro für frühe Sprachfördermaßnahmen zur Verfügung.
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