Thüringer Kultusminister verleiht Meister-Eckhart-Brief 2006 für langjährige Verdienste und verantwortungsvolles Wirken für die Thüringer Bildungslandschaft
Am 5. Mai 2006, dem Vorabend des 4. Thüringer Bildungssymposiums, werden durch den Thüringer Kultusminister zwölf Persönlichkeiten mit dem Meister-Eckhart-Brief geehrt. Der Meister-Eckhart-Brief wird in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben. Mit ihm werden Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher aus Hort und Kindergarten, Schüler, Elternvertreter bzw. Mitarbeiter der Schulverwaltung in Anerkennung und Würdigung langjähriger Verdienste und engagierten, verantwortungsvollen Wirkens für die Thüringer Bildungslandschaft geehrt. Diese Würdigung steht symbolisch auch für viele andere, die engagiert im Thüringer Bildungssystem wirken.
04.05.2006 Thüringen Pressemeldung Thüringer KultusministeriumTermin: Freitag, 5. Mai 2006, 18.30 Uhr, Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei
Dazu erklärt Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU): "Nunmehr zum zweiten Mal wird am Vorabend des Bildungssymposiums der Meister-Eckhart-Brief für engagiertes, verantwortungsvolles Wirken für die Thüringer Bildungslandschaft vergeben. Der Begriff 'Bildung' - ein zentraler Grundbegriff der deutschen Pädagogik - ist theologischen Ursprungs. Vom Gedanken der Gottesebenbildlichkeit des Menschen her ist 'Bildung' für Meister Eckhart das mystische Bestreben, das wahre Bild Gottes in sich selbst, in der eigenen Seele immer weiter aufzunehmen und letztlich abzubilden - Bildung also als 'Einbilden' des Bildes Gottes in die Seele des Menschen."
Es genüge nicht, so Minister Goebel weiter, wenn die Schule nur Kulturtechniken vermittele. Die Schulen in Thüringen hätten sich ein weit ehrgeizigeres, weit höheres Ziel gesetzt. Sie vermittelten Wissen und Werte. Die Schulen gäben Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, sie gäben Halt und Orientierung und sie böten Wertmaßstäbe moralisch-ethischen Handelns an. Wobei die Schule allerdings nicht wettmachen könne, was Eltern versäumten. Daher setze Thüringen alles daran, die Kraft der Familie zu stärken.
"Wenn der Thüringer 'Meister-Eckhart-Brief' für Verdienste im Bildungssystem am Vorabend des 4. Thüringer Bildungssymposiums vergeben wird, dann hat dies eine besondere Bedeutung. Beim Bildungssymposium wird das Thema 'Eigenverantwortung' in Verbindung mit Kindertagesstätten und Schulen diskutiert. Ziel ist die Verbesserung der Qualität von Bildung und Erziehung. Die Qualitätsdebatte im Bildungsbereich zu führen heißt, sich Gedanken über einen zeitgemäßen Bildungsbegriff zu machen", so Minister Goebel abschließend.
Preisträger des Meister-Eckhart-Briefes 2006 des Thüringer Kultusministeriums
Ute Täger, Barchfeld
Erzieherin und Leiterin, Kinderkrippe/-garten Barchfeld
Gisela Höhn, Bad Blankenburg
Erzieherin und Leiterin, Kindergarten "Fröbelhaus" Bad Blankenburg
Annemarie Riese, Erfurt
Sonderpädagogische Fachkraft, Förderschule für Körperbehinderte Erfurt
Ilona Taute, Weimar
Lehrerin, Staatliche Regelschule "C.A. Musäus"
Willi Hupe, Erfurt
Lehrer, Förderschule für Körperbehinderte Erfurt
Annegret Fuehr, Heiligenstadt
ehemalige Schulleiterin, Katholisches Gymnasium Bergschule St. Elisabeth Heiligenstadt
Gisela John, Jena
Schulleiterin, Jenaplan-Schule Jena
Annette Schaarschmidt, Weimar
Elternvertreterin, Goethegymnasium Weimar
Wolfgang Gerber, Sonneberg
Offene Kategorie, Staatliche Regelschule "Anne Frank" Themar
Renate Mai, Worbis
Offene Kategorie, Leiterin der Staatlichen Grundschule "J.-C. Fuhlrott", ehemals "Albert Schweitzer" Leinefelde
Gudrun Luck, Jena
Offene Kategorie, Leiterin der Volkshochschule Jena
Albrecht Gölz, Eisenach
Offene Kategorie, Robert Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach GmbH
Hinweis: Weitere Informationen zu den Preisträgern sind über die Pressestelle des Thüringer Kultusministeriums zu erfragen.
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