Thüringer Kultusminister verleiht Meister-Eckhart-Briefe

Am 27. Mai 2005, dem Vorabend des 3. Thüringer Bildungssymposiums, werden durch den Thüringer Kultusminister zehn Personen mit dem Meister-Eckhart-Brief geehrt. Der Meister-Eckhart-Brief wird in diesem Jahr erstmalig vergeben. Mit ihm werden Lehrer, Erzieher und Erzieherinnen aus Hort und Kindergarten, Schüler, Elternvertreter bzw. Mitarbeiter der Schulverwaltung in Anerkennung und Würdigung langjähriger Verdienste und engagierten, verantwortungsvollen Wirkens für die Thüringer Bildungslandschaft geehrt. Diese Würdigung steht symbolisch auch für viele andere, die engagiert in unserem Bildungssystem wirken.

25.05.2005 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Termin: Freitag, 27. Mai 2005, 18.30 Uhr, Barocksaal der Thüringer Staatskanzlei

Dazu erklärt Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU): "Erstmals wird am Vorabend des dritten Bildungssymposiums der Meister-Eckhart-Brief für engagiertes, verantwortungsvolles Wirken für die Thüringer Bildungslandschaft vergeben. Der Begriff "Bildung" - zentraler Grundbegriff der deutschen Pädagogik ist theologischen Ursprungs. Vom Gedanken der Gottesebenbildlichkeit des Menschen her ist "Bildung" für Meister Eckhart das mystische Bestreben, das wahre Bild Gottes in sich selbst, in der eigenen Seele immer weiter aufzunehmen, letztlich abzubilden. Bildung also als "Einbilden" des Bildes Gottes in die Seele des Menschen. Im Original von Meister Eckhart: "scintilla animae".

Es genügt jedoch nicht, so Minister Goebel weiter, wenn die Schule nur Kulturtechniken vermittele. Die Schulen in Thüringen haben sich ein weit ehrgeizigeres, weit höheres Ziel gesetzt. Sie vermitteln Wissen und Werte. Die Schulen gäben Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens, sie gäben Halt und Orientierung, sie böten Wertmaßstäbe moralisch-ethischen Handelns an. Wobei die Schule allerdings nicht wettmachen könne, was Eltern versäumten. Daher setze Thüringen alles daran, die Kraft der Familie zu stärken.

"Wenn dieser neue Thüringer "Meister-Eckhart-Brief" für Verdienste der Bildung am Vorabend des 3. Thüringer Bildungssymposiums vergeben wird, dann hat dies eine besondere Bedeutung. Beim Bildungssymposium wird eines der zentralen bildungspolitischen Vorhaben dieser Legislaturperiode diskutiert - das Projekt "eigenverantwortliche Schule". Ziel ist die Verbesserung der Unterrichtsqualität. Die Qualitätsdebatte im Bildungsbereich zu führen, das heißt zugleich, sich Gedanken über einen normativen, zeitgemäßen Bildungsbegriff zu machen", so Minister Goebel abschließend.

Preisträger des Meister-Eckhart-Preises 2005des Thüringer Kultusministeriums

Jutta Grolle aus Leinefelde
Erzieherin / Hortleiterin, Staatliche Regelschule "Albert Schweitzer"

Johanna Hommel aus Probstzella
Leiterin der Kita Knirpsenakademie am Zwergenberg, Probstzella

Karla Kolbe aus Erfurt
Kindergärtnerin, Kindergarten Töttelstädt

Peter Krippendorf aus Dingelstädt
Schulleiter des Staatlichen Gymnasiums St. Josef Dingelstädt

Elvira Mund aus Niederroßla
stellvertretende Schulleiterin des Förderzentrums Apolda

Daniel Popp aus Erfurt
Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Erfurt

Heidrun Randrianarisoa aus Wutha-Farnroda
Lehrerin an der Regelschule Wutha-Farnroda, Fachberaterin für Englisch im Wartburgkreis

Christine Rennert aus Ettenhausen
Lehrerin am "Herzog-Georg-Gymnasium" Bad Liebenstein

Dr. Werner Ungewiß aus Erfurt
Leiter des Schulverwaltungsamtes der Stadt Erfurt

Dr. Jörg Vogel aus Jena
Mitglied der Landeselternvertretung


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