VBE: Guter Start ist wichtig

Hinsichtlich der Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher sieht der Verband Bildung und Erziehung (VBE) Südbaden dringenden Nachholbedarf , so Ingrid Furrer (Schwanau), Referatsleiterin Grundschule des Verbandes. Die Ausbildung muss endlich den internationalen Standards angepasst und damit aus ihrem Schattensein herausgeholt werden.

28.10.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Erzieherinnen und Erzieher werden in Deutschland bislang nach dem Motto ausgebildet, dass für die Arbeit mit den Kleinsten auch die kleinste Ausbildung reicht. Das Gegenteil müsste aber der Fall sein. In Kindertagesstätten werden die Grundlagen gelegt, auf denen dann die Schule aufbauen muss.

Die Arbeit mit Kindern wird in unserer Gesellschaft immer noch nicht als bedeutend genug angesehen , so Furrer weiter. Das muss sich ändern, wenn man Frühförderung so betreiben will, dass insbesondere auch Kinder mit Problemen einen guten Start in die Bildungsbiografie finden.

Wenn in den Kindertageseinrichtungen der Bildungsaspekt noch stärker in den Vordergrund rücken soll, muss die Arbeit der Erzieherinnen auch entsprechend anerkannt werden. Mit einer besseren Ausbildung müssen dann zwangsläufig auch höhere Gehälter einhergehen.

Beim anschließenden Schulstart müsse auf einen Pool von Stütz- und Förderkursstunden zugegriffen werden können, um von Anfang an die Chance zu bekommen, die Schüler bestmöglich zu fördern. Damit werden echte Voraussetzungen für ein gemeinsames erfolgreiches Lernen geschaffen. Längst habe die Gesellschaft realisiert, dass es für Lehrkräfte ein schwieriges bis unmögliches Unterfangen sei, Schülern aus bildungsfernen Elternhäusern mit den derzeitigen Mitteln Strukturen und Normen beizubringen, wenn diese im Elternhaus nicht vorgelebt werden. Gerade für solche Schülerinnen und Schüler müsse die Ganztages-Grundschule künftig zu einer Angebotsschule werden.


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