Wissenstransfer wird immer wichtiger

Die Globalisierung der Wirtschaft hat massiven Einfluss auf die Arbeitsanforderungen in Deutschland. Deshalb muss sich auch das nationale Berufsbildungssystem permanent neuen Gegebenheiten anpassen, damit die deutsche Wirtschaft international wettbewerbsfähig bleibt. Vor diesem Hintergrund werden beispielsweise zunehmend Methoden und Instrumentarien zur Standardisierung von Berufsprofilen im internationalen Kontext nachgefragt. Zugleich rücken einheitliche Lehr- und Lernmittel in den Mittelpunkt des Interesses, die dann an die jeweils nationalen Bedürfnisse angepasst werden.

08.11.2004 Pressemeldung Didacta Verband e.V. / Verband der Bildungswirtschaft

Die Aspekte internationaler Berufsausbildung sind ein Schwerpunktthema der "didacta - die Bildungsmesse", die vom 28. Februar bis zum 4. März 2005 auf dem Messegelände in Stuttgart stattfindet. Europas größte Bildungsmesse zog 2004 in Köln weit mehr als 90.000 Besucher an, von denen sich gut ein Drittel speziell für die Bildungsbereiche Aus- und Weiterbildung interessierte. Die "didacta" deckt das gesamte Spektrum des "Lebenslangen Lernens" ab: Neben der Ausbildung und Qualifikation umfasst sie die Bildungsbereiche Kindergarten, Schule und Hochschule sowie Weiterbildung und Beratung.

Internationalisierung und Wissenstransfer

Auf der "didacta" 2005 informiert das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) umfassend über die aktuellen Entwicklungen in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Internationalisierung und Wissenstransfer stehen am 3. März 2005 auf dem Programm im Forum Ausbildung. Dabei werden u.a. das Europäische Netzwerk für Fachinformationen und Expertise (ReferNet) und die Wissenslandkarte des BIBB vorgestellt, in der über das Internet Projekte und Arbeitsergebnisse im Bereich der Berufsbildungsforschung einer weltweiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Weiterhin werden neue Wege in der Qualifizierung des Bildungspersonals in der Wissensgesellschaft aufgezeigt.

Welche Möglichkeiten bestehen, deutsche Angebote der beruflichen Weiterbildung für den internationalen Wettbewerb fit zu machen, erklärt die Arbeitsstelle iMOVE (International Marketing of Vocational Education) beim BIBB am 28. Februar im Forum Ausbildung. iMOVE ist die Informations- und Beratungsstelle zur internationalen Orientierung deutscher Anbieter von beruflicher Weiterbildung.

Ausbildung für nachhaltige Entwicklung

Am 1. März 2005 findet auf der "didacta" ein UNESCO-Tag statt, in dessen Rahmen die Deutsche UNESCO-Kommission Beiträge zum Thema "Bildung für nachhaltige Entwicklung" vorstellt. Nach der Startkonferenz im Januar 2005 ist diese Veranstaltung der große Auftakt zur VN-Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (2005 bis 2014) in Deutschland. Als größte europäische Bildungsmesse ist die "didacta" die ideale Bühne, um die Anliegen der Dekade nach außen zu tragen und einer breiten Fachöffentlichkeit bekannt zu machen.

Im Forum Ausbildung, dessen Inhalte vom BIBB organisiert werden, präsentieren Experten erfolgreiche Projekte und Modellversuche einer auf Nachhaltigkeit bedachten Berufsausbildung - u.a. "Good Practice Beispiele" des Instituts für Umweltschutz in der Berufsbildung (IUB) oder die Arbeiten der Jugendwerkstatt Felsberg e.V. über nachhaltige Energietechniken im Handwerk.

Nachhaltige Entwicklung ist ein Leitbild, das in den letzten Jahren immer mehr Beachtung in Wirtschaft und Gesellschaft gefunden hat. Bildung - und hier speziell die Berufsbildung - haben dabei eine grundlegende Funktion: Ihre Aufgabe ist es, die Fähigkeit der Menschen zu verbessern, sich mit Umwelt- und Entwicklungsfragen auseinander zu setzen.

Neuordnung der Elektro- und Metallberufe

Hochqualifizierte Fachkräfte sind eine wesentliche Voraussetzung für die technologische Leistungsfähigkeit moderner Volkswirtschaften. Für Deutschland prognostiziert das BIBB bis zum Jahr 2015 einen enormen Fachkräftemangel besonders unter den 30- bis 45-Jährigen. Gründe hierfür sehen die Experten u.a. in dem demographisch bedingten Rückgang junger Fachkräfte, aber auch in dem geringen Interesse junger Deutscher für die technisch-naturwissenschaftlichen Ausbildungsberufe.

Die technikorientierten Ausbildungsberufe des dualen Systems in Deutschland sollen junge Menschen als zukünftige Fachkräfte entsprechend ausbilden und den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern decken. Insgesamt 230 anerkannte Ausbildungsberufe wurden seit 1996 neu entwickelt bzw. modernisiert (davon allein 101 von 2000 bis 2004), um die Jugendlichen auf eine grundlegend veränderte, flexible und dynamische Arbeitswelt vorzubereiten und ihnen arbeitsmarktfähige Qualifikationen zu vermitteln. Zu diesen Anforderungen zählen beispielsweise die Arbeit an komplexen technischen Systemen, wachsende IT-Kompetenz, integrierte Aufgabenwahrnehmung, Selbstorganisation der Arbeit, Teamarbeit und Kommunikationskompetenz - auch in englischer Sprache. Über die Neuordnung der industriellen Elektro- und Metallberufe informiert das BIBB am 4. März 2005 im Forum Ausbildung.

Das vollständige Rahmenprogramm des Bildungsbereiches Ausbildung und Qualifikation auf der "didacta" 2005 in Stuttgart finden Sie ab dem 1. Dezember 2004 unter: www.didacta-stuttgart.de.

Ansprechpartner

Ansprechpartner Didacta Verband e.V.
Thorsten Timmerarens
Telefon: +49 6151 3521513
E-Mail: timmerarens@didacta.de
Web: www.didacta.de


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