Zöllner: Rechtsanspruch auf Krippenplatz muss kommen - CDU/CSU-Länder fallen der Bundesregierung bei Kinderbetreuung erneut in den Rücken

Berlins Jugendsenator Prof. E. Jürgen Zöllner hat die unionsgeführten Länder wegen ihrer Ablehnung kritisiert, einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für Kinder unter drei Jahren einzuführen. "Das ist in der Koalition auf Bundesebene bereits vereinbart und muss jetzt auch kommen. Die Eltern rechnen damit. Sie brauchen Planungssicherheit und bekommen sie nur mit einem verbindlichen Anspruch", sagte Zöllner am Freitag in Berlin.

01.06.2007 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Zuvor war es der Jugendministerkonferenz in Potsdam nicht gelungen, sich in einem Beschluss zur Einführung eines Rechtsanspruchs zu bekennen. Die CDU/CSU-geführten Länder hatten darauf bestanden, den Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz daran zu binden, dass entgegen der Koalitionsabsprache schon jetzt verbindlich über die Einführung eines Betreuungsgeldes für die häusliche Erziehung entschieden wird. "Mit ihrer Ablehnung fallen die CDU/CSU-Länder der Bundesregierung in den Rücken", kritisierte Berlins Jugendsenator. Die CDU müsse sich endlich geschlossen für das gemeinsame Ziel einsetzen, mehr Betreuungsangebote für die Kleinen zu schaffen. Damit könne den Kindern mehr Bildung von Anfang an geboten werden.

Nach dem Willen der Koalition von CDU/CSU und SPD auf Bundesebene soll es ab dem Jahr 2013 für alle Kinder den Anspruch auf einen Krippenplatz geben.


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