Zur Pressekonferenz der NRW-SPD

"Die heute von der SPD vorgestellte Kampagne "Die beste Bildung für alle" ist wenig konkret ausgestaltet und lässt viele Fragen offen", erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW). "Auch der VBE ist der Meinung, dass die demografische Entwicklung eine historische Chance für eine innere und äußere Schulreform darstellt. Diese Chance kann man aber nur nutzen, wenn man konkrete Konzepte vorzulegen hat. Das vermissen wir nach wie vor bei der SPD. "

21.08.2006 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Die Forderung der SPD, den Kindergarten beitragsfrei zu gestalten, wird vom VBE ausdrücklich begrüßt. Dies wäre ein klarer Ausdruck dafür, dass der Elementarbereich zum Bildungsbereich gehört.

Auch die Idee des längeren gemeinsamen Lernens wird vom VBE grundsätzlich begrüßt. Wir warnen allerdings davor, diese Diskussion allein an einer Verlängerung der Grundschulzeit festzumachen. Darüber hinaus wird diese Idee unserer Auffassung nach gesellschaftlich nur auf Akzeptanz stoßen, wenn man nicht radikal mit den vorhandenen Strukturen bricht, sondern diese als Basis für neue schulstrukturelle Überlegungen nutzt.

"Dies ist der Ansatz, den der VBE mit Modell der Allgemeinen Sekundarschule vorgelegt hat", so Beckmann weiter. "Wir fordern die SPD erneut zu einer konstruktiven Diskussion über dieses Modell auf."

Es handelt sich bei diesem Modell um eine organisatorische, schulrechtliche und pädagogische Einheit, in der ein Lehrerkollegium für alle Kinder von Klasse 5 bis einschließlich Klasse 10 verantwortlich ist, und kein Kind in eine andere Schule abgeschoben werden kann.

"Bildungsganztag für alle Schulen in NRW kann für den VBE nicht bedeuten, dass das Modell der offenen Ganztagsgrundschule auf die weiterführenden Schulen übertragen wird", so Beckmann abschließend. "Ganztag muss aus unserer Sicht gebundener Ganztag mit zusätzlichen Lehrerstellen sein."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden