Alles über Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz auf einen Klick

In Rheinland-Pfalz können sich Eltern bald über ein in dieser Form bundesweit einmaliges Informationsangebot schnell und umfassend über die qualitativen und quantitativen Aspekte der Kindertagesstätten in ihrer Umgebung informieren und erhalten Erzieherinnen und Erzieher von Expertinnen und Experten aufbereitete Informationen über neue Konzepte und Projekte in der Elementarerziehung sowie über aktuelle Entwicklungen in Politik und Wissenschaft. Ermöglicht wird das durch den neuen „Kita-Server“ [www.kita.rlp.de](http://www.kita.rlp.de), der jetzt an den Start geht.

26.07.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen unterstrich bei der Vorstellung der neuen Internetplattform: „Dieses neue Angebot wird das im Februar 2005 gestartete Landesprogramm ,Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an´ um einen weiteren wichtigen Aspekt bereichern. Mit dem Programm wird der Ausbau des wohnortnahen Angebots für die Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern unterstützt – mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Ausbau des Angebots für Kinder unter drei Jahren. Darüber hinaus wird mit dem Programm die Qualität der Bildungs- und Erziehungsarbeit im Elementarbereich gesteigert, was sich vor allem in dem Zwei-Millionen-Euro-Programm für die Fortbildung von Erzieherinnen und Erzieher sowie für Tagespflegepersonen und in dem Acht-Millionen-Euro-Programm für Sprachförderung sowie Schulvorbereitung der Kinder zeigt. Mit der Beitragsfreiheit für das letzte Kindergartenjahr, die schrittweise in dieser Legislaturperiode auf alle Kindergartenjahre ausgedehnt wird, werden die Chancen aller Kinder auf einen guten Start in ihre Bildungskarriere verbessert. Zugleich wird durch die massive Entlastung der Eltern die Familien- und Kinderfreundlichkeit im Land weiter erhöht. Die neue Internetplattform unterstützt diese Zielsetzungen, weil sie den Eltern auf übersichtliche Art und Weise mehr Informationen bietet und für die Erzieherinnen und Erzieher ein zusätzliches Weiterbildungsinstrument sein kann.“ Alle Kindertagesstätten und deren Träger erhielten zudem die Chance, sich mit einer eigenen „Visitenkarte“ zu präsentieren und die eigenen Schwerpunkte so auf einem zentralen Landesportal herauszustellen. „Der Kita-Server ist dabei ein Angebot, das bereits bestehende Informationsangebote auf kommunaler Ebene sinnvoll ergänzen soll“, betonte Doris Ahnen. „Die Internetplattform soll gemeinsam mit Trägern, Eltern und allen anderen Beteiligten ständig weiterentwickelt werden.“

Diese Zielsetzung hob auch Prof. Stefan Sell vom Institut für Bildungs- und Sozialmanagement (ibus) der Fachhochschule (FH) Koblenz hervor, das nach dem berufsbegleitenden Fernstudiengang für Leitungskräfte in Kindertagesstätten nun auch die redaktionelle Betreuung der neuen Internetplattform übernommen hat: „Das Grundkonzept des Kita-Servers Rheinland-Pfalz bietet noch eine ganze Reihe von Erweiterungsmöglichkeiten. Eine solche Art der Internetplattform auf Landesebene gibt es bundesweit bislang noch nicht.“ Neben aktuellen Informationen aus Rheinland-Pfalz – beispielsweise mit den jeweils neuesten Aktivitäten im Rahmen des Landesprogramms „Zukunftschance Kinder – Bildung von Anfang an“, mit Materialien zur Umsetzung des Tagesbetreuungsausbaugesetzes (TAG) sowie anderer Bundes- und Landesgesetze im Land – biete die Startseite des Internetauftritts www.kita.rlp.de zudem in Form des ständig aktualisierten „Kita-Tickers“ auch eine Übersicht über Presseberichte zu bundesweiten Entwicklungen. Unter dem Stichwort „Kita-Projekte“ würden in der Internetplattform ausgewählte beispielhafte Vorhaben von Kindertagesstätten dargestellt. Zu finden seien natürlich auch die „Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz“ sowie zugehörige Materialien und Links, Informationen zu Fortbildungen, Arbeitshilfen beispielsweise für die Sprachförderung und Schulvorbereitung von Kindergartenkindern, eine Vorstellung des Landeselternausschusses der Kindertagesstätten (LEA) sowie unter dem Stichwort „FAQ“ (frequently asked questions) eine Auswahl der am häufigsten gestellten Fragen aus dem Kindertagesstättenbereich und die dazugehörigen Antworten. Schrittweise ausgeweitet werden solle die standardisierte Darstellung der Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz, die Eltern über eine sehr bedienerfreundliche Suchmaske und über eine Landkarte die Möglichkeit geben solle, sich über verschiedene Kindertagesstätten in ihrer Umgebung zu informieren. Geplant sei zudem ein „Chatroom“, in dem Erfahrungen und Hinweise ausgetauscht werden könnten.

Die Vorsitzende des Landeselternausschusses der Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz (LEA), Veronika Snider-Wenz, und Sybille Nonninger vom Landesjugendamt begrüßten das neue Informationsangebot im Bereich der Kindertagesstätten ausdrücklich. „Die Jugendämter im Land, die sich auch mit der neuen Internetplattform verlinken können, werden durch das neue Angebot wirkungsvoll in ihren Informationsaufgaben unterstützt“, betonte Sybille Nonninger. Und die LEA-Vorsitzende Veronika Snider-Wenz betonte: „Der Landeselternausschuss war von der Idee des Ministeriums zur Einrichtung des Kita-Servers unter Einbindung von Eltern von Anfang an begeistert und wir sind erfreut über die Vielfältigkeit des Kita-Servers. Durch den Kita-Server wird einerseits ein neues jederzeit und überall verfügbares zeitgemäßes Medium für die Beratung seitens des Ministeriums eingeführt. Andererseits erhalten Eltern, Verwaltung und Kindertagesstätten eine zentrale und vertrauenswürdige Internet-Anlaufstelle, um sich zuverlässig ohne langes Surfen informieren zu können. Eltern und Ministerium rücken ein gutes Stück zusammen. Jetzt ist es nicht zuletzt an den Eltern, durch aktive Nutzung einerseits den Kita-Server anzunehmen, als auch durch Feed-back und Anregungen an das Ministerium zur fortlaufenden Verbesserung des Servers beizutragen“, meinte Veronika Snider-Wenz.

Bildungs- und Jugendministerin Ahnen kündigte an, das Land wolle nicht nur die Weiterentwicklung der Internetplattform gemeinsam mit allen Beteiligten, also Trägern, Elternschaft, Erzieherinnen und Erziehern, sicherstellen, sondern plane auch gemeinsam mit dem Institut für Bildungs- und Sozialmanagement der FH Koblenz Informationsveranstaltungen und Fortbildungen für Erzieherinnen, Erzieher, Leitungskräfte in Kindertagesstätten sowie für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen Träger zum Themenkreis Internet und Online-Präsentation. „Unser Ziel ist es, die Internetplattform zu einem modernen Instrument der Vernetzung im Bereich der Elementarerziehung zu machen, und so Bildung und Erziehung im frühen Kindesalter einen weiteren Schub zu geben“, betonte Doris Ahnen.


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