Analyse von Herkunftsländern – das CHE wirft einen Blick in die Zukunft der Studierendenrekrutierung

Rekrutierung aus dem Ausland hat sich in den letzten Jahren zu einem Topthema in der Hochschullandschaft entwickelt. Sowohl Länder, die bereits seit Jahrzehnten aktiv rekrutieren als auch Länder, die erst seit kurzem auftreten wie z.B. Australien, spielen eine wichtige Rolle in diesem Bildungsaustausch. Deutschland hingegen hat bislang bei der aktiven Rekrutierung eher eine Randrolle gespielt.

20.05.2008 Pressemeldung CHE Centrum für Hochschulentwicklung

Das CHE legt mit dem Arbeitspapier 107 nunmehr eine umfassende Studie zu zukünftigen internationalen Märkten für deutsche Hochschulen vor. Auf der Basis von drei Grundindikatoren (Relevanz des Landes für Deutschland, Relevanz Deutschlands für das Land, Größe der relevanten Altersgruppe bis 2030) wurden 100 Länder auf ihr Potential und ihre Rolle als Ressourcenländer für deutsche Hochschulen hin analysiert. Daran schließt sich eine Tiefenanalyse von 17 Ländern an, die mehr als ein Dutzend Indikatoren ins Auge fasst, darunter wirtschaftliche und bildungstechnische wie die Bildungsausgaben, den GINI-Koeffizienten und den Knowledge Economy Index (KEI). Diese Länderanalysen werden dann abgeglichen mit einer Matrixanalyse der qualitativen und quantitativen Interessen deutscher Hochschulen sowie einem breiten Set an möglichen Rekrutierungsmaßnahmen (wie Offshore-Aktivitäten oder direkte Rekrutierung). In fünf Fallstudien (Brasilien, China, Polen, Türkei, USA) zeigen die Autoren auf, wie eng die Effektivität von Rekrutierungsinstrumenten mit den jeweiligen Landesgegebenheiten zusammenhängt und wie individuell Hochschulstrategien anzusetzen sind.

Mit dieser Studie bietet das CHE ein Instrument an, mit dem Hochschulen ihre Rekrutierungsstrategien zielgerichtet formen können. Obwohl es auf Deutschland bezogenen Daten beruht, ist die Methodik auch für andere Länder anwendbar.

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