Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel begrüßt Eckpunkte der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrats zur Weiterentwicklung der Exzellenzinitiative:

Als "gute Grundlage für die Verhandlungen von Bund und Ländern zur Weiterführung der Exzellenzinitiative" hat Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel die am Freitag vorgelegten Eckpunkte der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Wissenschaftsrats zur Weiterentwicklung der Exzellenzinitiative bezeichnet.

11.07.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Goppel begrüßte den Vorschlag, die Exzellenzinitiative in allen drei Förderlinien fortzuführen: "Das Wettbewerbsverfahren stellt eine wichtige Bereicherung für die deutschen Hochschulen dar und hat schon heute zu einer wesentlichen Steigerung ihrer internationalen Konkurrenzfähigkeit geführt. Eine Verstetigung der Exzellenzinitiative ist ein wichtiges Signal für den Forschungsstandort Deutschland." Zugleich betonte Goppel, dass die Exzellenzinitiative ausschließlich wissenschaftsgeleitet unter Anlegung höchster Qualitätsstandards umgesetzt werden muss.

Als "sinnvolle und sachgerechte Weiterentwicklung" bezeichnet der Minister den Vorschlag, bei der Gesamtkonzeption einer Universität in der dritten Förderlinie "Zukunftskonzepte" auch die Weiterentwicklung der Lehre zu berücksichtigen. Allerdings sei hierbei bei der Frage der finanziellen Förderung die Trennlinie zwischen den Aufgaben des Bundes und der Länder zu beachten, die das Grundgesetz vorsieht und die durch die Föderalismusreform bestätigt wurde. Ausdrücklich unterstützte Goppel zudem den Vorschlag, die 1. Förderlinie "Graduiertenschulen" auf eine breitere Basis zu stellen, indem auch Postdoktoranden einbezogen werden. Im Gegensatz zu den Vorschlägen des Wissenschaftsrats und der Deutschen Forschungsgemeinschaft müssen nach den Worten des Ministers auch die in der ersten Runde zum Zuge gekommenen Projekte die Chance haben, in vollem Umfang weiter gefördert zu werden. Goppel: "Eine degressive Förderung ist kein Ersatz für die neuerlich notwendige Bewährung in der Qualität, die zu einer gleichen Förderung führen muss." Alles andere würde dem Wettbewerbsgedanken widersprechen.


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