DPhV kritisiert Einschreibechaos an den Hochschulen

Mit großem Unverständnis hat der DPhV-Vorsitzende Heinz-Peter Meidinger auf die Ergebnisse der aktuellen Erhebung der Kultusministerkonferenz reagiert, wonach über einen Monat nach Beginn des Wintersemesters noch 18.000 Studienplätze in den Numerus-clausus-Fächern unbesetzt waren. Als Ursache werden in der Erhebung organisatorische Mängel genannt.

03.02.2010 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)

"Damit sind die von uns bereits im Sommer 2009 geäußerten Befürchtungen, dass die mangelnde Bereitschaft vieler Hochschulen zur Kooperation – bzw. zur Abgabe von Kompetenzen an Koordinierungsstellen wie die ZVS – zu einem Einschreibechaos im Wintersemester führen wird, leider traurige Realität geworden. Aufgrund der sich ausweitenden Mehrfachbewerbungen und der vielstufigen Nachrückverfahren gibt es sogar noch jetzt, Anfang Februar, tausende unbesetzter Studienplätze. Damit haben wartende Studienanfänger kaum mehr eine Chance, dieses Semester angerechnet zu bekommen. Es ist ein Skandal, dass die Hochschulen, die in der Vergangenheit heftige Befürworter der Verkürzung von Schul- und Studienzeiten waren, mit der Bildungs- und Lebenszeit von Studienanfängern so verantwortungslos umgehen. Die Übertragung von mehr Eigenverantwortung auf die Hochschulen hat sich bei der Hochschulzulassung in keiner Weise bewährt!", betonte Meidinger.

Der Verbandsvorsitzende äußerte Zweifel daran, dass im Herbst 2011 eine Besserung eintreten werde und erneuerte seine Forderung nach einer verpflichtenden Teilnahme aller Universitäten an einem umfassenden, bei der ZVS angesiedelten dialogorientierten Service- und Verteilungsverfahren in den NC-Fächern, welches letztlich Einschränkungen des Auswahlrechts der Hochschulen beinhalten müsse.


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