Empfang der neu berufenen Professorinnen und Professoren

Jeder vierte Lehrstuhl konnte im vergangenen Jahr mit einer Frau besetzt werden. Dies teilte Wissenschaftsminister Thomas Goppel anlässlich eines Empfangs für die neu berufenen Professorinnen und Professoren der Universitäten und Kunsthochschulen am Mittwoch in der Alten Pinakothek in München mit.

18.01.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Goppel unterstrich den hohen Stellenwert der Frauenförderung für den Hochschul- und Wissenschaftsstandort Bayern. "Die Frauenförderung ist ein wichtiger Gradmesser für die Reformfähigkeit der Hochschulen", sagte der Minister. Deshalb habe Bayern zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses im Jahr 2005 gut 4 Mio. Euro zur Verfügung gestellt, vor allem für Stipendien für Doktorandinnen, für Postdoktorandinnen sowie für Habilitationsstipendien. Auch in Zukunft, so Goppel, werde er ein besonderes Augenmerk auf die Frauenförderung legen. Rund 40 Prozent der Promotionen in Bayern werden bereits von Frauen angefertigt. Bei den Habilitationen hat sich der Frauenanteil von knapp 10 Prozent im Jahr 1995 auf rund 21 Prozent im Jahr 2004 mehr als verdoppelt. Das sei zwar bereits ein erster Erfolg, so Goppel, das Ziel sei jedoch, den mit 9,4 Prozent nach wie vor zu geringen Frauenanteil bei den Professuren erheblich zu erhöhen. "Wir müssen das Potenzial, das Wissenschaftlerinnen für unsere Hochschulen darstellen, so gut wie möglich nutzen und sie dazu ermuntern, sich für eine Hochschullaufbahn zu entscheiden", betonte der Minister. An die Hochschulen appellierte er, bei der Qualifizierung ihres wissenschaftlichen Nachwuchses ein besonderes Augen¬merk auf Frauen zu legen. Auch im Entwurf des neuen Hochschulgesetzes sei die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ein Leitprinzip mit dem Ziel der Förderung einer Steigerung des Anteils der Frauen auf allen Ebenen der Wissenschaft.

Der Frauenanteil bei den Professoren an Bayerns Universitäten und Kunsthochschulen hat sich seit 1995 von rund 5 auf 9,4 Prozent erhöht. Der Anteil bei neu berufenen Professoren liegt deutlich höher. Unter den 43 im vergangenen Jahr neu berufenen Professoren der Besoldungsgruppe W3, sog. Lehrstuhlinhaber, sind 11 Frauen, was einem Anteil von rund 26 Prozent entspricht.


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