Erfolgreiche Beteiligung an der Deutsch-Französischen Hochschule

"Die Beteiligung der baden-württembergischen Hochschulen an der Deutsch-Französischen Hochschule ist sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hin-sicht äußerst erfolgreich." Mit diesen Worten zog Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg am 14. September in Stuttgart eine für das Land positive Zwischenbilanz zum fünfjährigen Bestehen der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH).

15.09.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die Vorteile eines Studiums an der DFH, so Frankenberg, lägen auf der Hand: "Umfragen bestätigen eindrücklich, dass Absolventinnen und Absolventen mit Doppelabschluss und der damit verbundenen interkulturellen Kompetenz auf dem internationalen Arbeitsmarkt sehr gute Berufsaussichten haben."

Im akademischen Jahr 2004/05 sind etwa ein Viertel der 115 Studiengänge der DFH bei den 11 baden-württembergischen Mitglieds- und Partnerhochschulen angesiedelt, gefolgt von Bayern mit 14 % und Berlin mit 8 %. Allein 23 % aller deutschen DFH-Studierenden sind an Hochschulen im Land eingeschrieben. Bei den baden-württembergischen Hochschulen, die unter dem Dach der DFH einen integrierten bi- oder trinationalen Studiengang anbieten, handelt es sich um die Universitäten Freiburg, Karlsruhe, Konstanz, Mannheim, Stuttgart und Tübingen und die Pädagogische Hochschule Freiburg sowie die Fachhochschulen Karlsru-he, Mannheim, Offenburg, und Reutlingen.

Die Beteiligung der baden-württembergischen Hochschulen an der DFH erfolgt schwerpunktmäßig in den Ingenieur- und Naturwissenschaften, wobei die Universität Karlsruhe mit grundständigen bi- und trinationalen Studiengängen der stärkste baden-württembergische Kooperationspartner ist. Im postgradualen Bereich engagiert sich die Universität Freiburg in besonderem Maße in den Studienrichtungen Internationale Wirtschaftsbeziehungen, Deutsch-Französische Journalistik und Interdisziplinäre Frankreichstudien. Die Pädagogische Hoch-schule Freiburg bietet zusammen mit der Université de Haute Alsace in Mulhouse den grundständigen binationalen "Europalehrer-Studiengang" an Grund- und Hauptschulen an sowie gemeinsam mit elsässischen und schweizerischen Partnern einen postgradualen trinationalen Studiengang in der Fachrichtung Lehrerbildung. Auf französischer Seite sind neben Paris, Lyon und Grenoble die grenznahen Hochschulen in Mulhouse und Strasbourg die wichtigsten Mitglieds- und Partnerhochschulen.

Weitere Informationen: Die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) wurde im Jahr 2000 als Verbund von Mitglieds- und Partnerhochschulen aus Deutschland und Frankreich gegründet. Ihr Verwaltungssitz ist Saarbrücken, der Campus ist dezentral. Die DFH hat die Förderung integrierter deutsch-französischer Studiengänge - auch gemeinsam mit einem weiteren Drittland - sowie die Doktoranden- und Forschungsförderung zur Aufgabe. Im Studienjahr 2004/05 zählte die DFH insgesamt 4.200 Studierende, davon 2.041 aus Deutschland; 469 Studierende kommen dabei aus baden-württembergischen Hochschulen. Die 91 Mitgliedshochschulen im Studienjahr 2004/05 setzen sich aus 46 französischen und 45 deutschen Hochschulen, die 44 Partnerhochschulen aus 32 französischen und 12 deutschen Hochschulen zusammen. Der von Deutschland und Frankreich jeweils zur Hälfte finanzierte Haushalt der DFH betrug im Jahr 2004 knapp 11 Mio. Euro. Den deutschen Anteil bestreiten zu 70 % das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Auswärtige Amt und zu 30 % die Länder. Im Jahr 2005 beträgt der baden-württembergische Finanzierungsanteil rund 128.000 Euro.

www.dfh-ufa.org/


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