Fachhochschulstudium für besonders qualifizierte Handwerksmeister

In Bayern können Handwerksmeister und vergleichbar Qualifizierte künftig unter bestimmten Voraussetzungen ohne zusätzliche Prüfung ein Fachhochschulstudium aufnehmen.

31.08.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Die neue Regelung tritt zum 1. September 2006 in Kraft, gab Wissenschaftsminister Thomas Goppel am Donnerstag in München bekannt. "Dies stellt eine wichtige Änderung bei der Regelung des Hochschulzugangs dar", so Goppel. Der direkte Fachhochschulzugang werde die Attraktivität der Meisterberufe steigern und mehr junge Handwerker zum Erwerb des Meisterbriefs motivieren, erklärte der Minister. Die Meisterprüfung vermittle ein hohes Maß an beruflicher Qualifikation, die für ein Hochschulstudium nutzbar gemacht werden könne. Goppel: "Wer in seinem Fach eine anspruchsvolle Ausbildung durchlaufen und Spitzenleistungen gezeigt hat, dem soll auch die Möglichkeit des Hochschulstudiums offen stehen."

Besonders qualifizierten Berufstätigen wird durch eine Regelung im neuen bayerischen Hochschulgesetz und in der Qualifikationsverordnung erstmals der direkte Fachhochschulzugang ermöglicht. Die Neuregelung eröffnet besonders qualifizierten Absolventinnen und Absolventen der Meisterprüfung den fachgebundenen Zugang zur Fachhochschule. Als besonders qualifiziert gelten diejenigen Absolventinnen und Absolventen, die zu den besten 20 Prozent eines Prüfungstermins gehören, was durch eine Bescheinigung der Kammer bzw. Schule nachgewiesen werden muss. Voraussetzung für den direkten Zugang zur Fachhochschule ist außerdem ein Beratungsgespräch an der Fachhochschule, an der das Studium aufgenommen werden soll. Die Neuregelung gilt auch für Absolventinnen und Absolventen von dem Meisterabschluss gleichgestellten beruflichen Fortbildungsprüfungen sowie von Fachschulen und Fachakademien. Der fachgebundene Zugang zur Fachhochschule ist auf nach dem 31.12.1994 erworbene Zeugnisse beschränkt.


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