Statistik

Fast 40.000 Promovierende in Bayern im Jahr 2025

Im Berichtsjahr 2025 promovieren laut dem Bayerischen Landesamt für Statistik 39.083 Personen in Bayern. Das sind rund 2 167 Promovierende mehr als im Vorjahr (+5,9 Prozent).

30.10.2026 Bayern Pressemeldung Bayerisches Landesamt für Statistik
  • Junge Frau steht mit einer Mappe im Arm vor einem Gebäude. © www.pexels.com In Bayern gibt es deutliche Unterschiede zwischen Fächergruppen bei abgebrochenen Promotionen.

Die Fächergruppen mit den meisten Promovierenden sind Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften mit 12.547 Promovierenden, Mathematik, Naturwissenschaften mit 8.099 Promovierenden und Ingenieurwissenschaften mit 8.037 Promovierenden.

Über ein Drittel war auch selbst an der Hochschule, an der die Promotion durchgeführt wurde, beschäftigt. 722 Promovierende brechen ihre Promotion ab – am häufigsten in Rechts‑ und Verwaltungswissenschaften. Die Zahl der ausländischen Promovierenden hat von 2019 bis hin zum aktuellen Berichtsjahr um etwa zwei Drittel von 6.658 auf 11.064 zugenommen.

Fürth. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, haben im Berichtsjahr 2025 insgesamt 39.083 Personen in Bayern auf eine Promotion hingearbeitet. Im Vorjahr 2024 lag die Gesamtzahl der Promovierenden bei 36.916. Das entspricht einem Anstieg von 5,9 Prozent. Von den Promovierenden sind 19.198 Frauen (49,1 Prozent) und 19.885 Männer (50,9 Prozent).

Die Fächergruppen mit den meisten Promovierenden sind Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften (12.547 bzw. 32,1 Prozent), Mathematik, Naturwissenschaften (8.099 bzw. 20,7 Prozent) und Ingenieurwissenschaften (8.037 bzw. 20,6 Prozent). Am wenigsten Personen promovieren in Kunst, Kunstwissenschaft (596 bzw. 1,5 Prozent).

Die Verteilung auf die Fächergruppen zeigt klare geschlechtsspezifische Unterschiede. Den höchsten Frauenanteil bei den Promovierenden hat die Fächergruppe Kunst, Kunstwissenschaft (71,1 Prozent, 424 Frauen) und den geringsten die Ingenieurwissenschaften mit 22,8 Prozent (1.835 Frauen). In Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften überwiegt der Frauenanteil mit 64,7 Prozent (8.113 Frauen).

Großteil ist nicht an der Hochschule ihrer Promotion angestellt

Im Berichtsjahr 2025 befinden sich von den insgesamt 39.083 Promovierenden 14.489 Personen (37,1 Prozent) in einem Beschäftigungsverhältnis an der Hochschule ihrer Promotion, während 24.594 Promovierende (62,9 Prozent) nicht an der Hochschule angestellt sind. Im vorherigen Berichtsjahr 2024 liegt der Anteil mit 37,5 Prozent auf ähnlichem Niveau.

In den Bereichen Kunst, Kunstwissenschaft und Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften ist die Anstellung an derselben Hochschule während der Promotion die Ausnahme. Nur 90 bzw. 15,1 Prozent der in Kunst Promovierenden bzw. 2.134 bzw. 17,0 Prozent der in Medizin Promovierenden sind an der Hochschule beschäftigt.

Im Gegensatz dazu wird im Berichtsjahr 2025 die Mehrheit der in Mathematik, Naturwissenschaften Promovierenden an der Hochschule beschäftigt. Hier sind 59,0 Prozent bzw. 4.775 auch an der Hochschule angestellt. Ebenfalls häufig ist die Anstellung an der Hochschule bei Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften, Veterinärmedizin (586 oder 55,5 Prozent der 1.055 Promovierenden) und Ingenieurwissenschaften (4 303 bzw. 53,5 Prozent der 8.037 Promovierenden).

Im Jahr 2025 brechen 722 Promovierende ihre Promotion ab

Im Berichtsjahr 2025 beenden insgesamt 722 Promovierende ihre Promotion vorzeitig. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem 531 Promovierende ihre Promotion abgebrochen haben, sind es also deutlich mehr. Die Zahl der abgeschlossenen Promotionen steigt von 4.729 auf 4 876 an, wenn auch nicht so deutlich.

Mit rund 22 Prozent oder 159 Personen brechen die meisten im Jahr 2025 ihre Promotion in der Fächergruppe Rechts‑ und Verwaltungswissenschaften ab. Mit je 16,3 Prozent sind es in den Fächergruppen Mathematik, Naturwissenschaften und Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften jeweils 118 Abbrüche.

In den Rechts- und Verwaltungswissenschaften, in denen es die meisten Abbrüche gab, gibt es nur 301 Erstregistrierungen (4,4 Prozent aller Erstregistrierungen). In dieser Fächergruppe bricht also ein besonders hoher Teil der Promovierenden ihre Promotion wieder ab. Im Bereich Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften gibt es hingegen im Verhältnis zu 2 329 Erstregistrierungen (33,8 Prozent aller Erstregistrierungen) relativ wenige abgebrochene Promotionen.

Statistik des Bayerischen Landesamts für Statistik. © Bayerisches Landesamt für Statistik

Zahl der ausländischen Promovierenden steigt kontinuierlich

Im Berichtsjahr 2025 sind in Bayern insgesamt 11.654 Promovierende mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit registriert. Davon haben 2.011 Personen ihre Promotion erstmals aufgenommen, während 1.156 Promovierende den Promotionsprozess erfolgreich abgeschlossen haben. Von diesen erfolgreich Promovierten haben 1.074 Personen ihre Hochschulzugangsberechtigung (HZB) im Ausland erlangt.

Über die letzten Jahre hinweg zeigt die Zahl ausländischer Promovierender eine klare Aufwärtsbewegung. Im Berichtsjahr 2019 lag die Zahl ausländischer Promovierender mit HZB aus dem Ausland noch bei 6.658. Bis zum aktuellen Berichtsjahr 2025 hat diese Zahl um fast zwei Drittel auf 11.064 zugenommen.


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