Forschungszentrum "Funktionelle Nanostrukturen" (CFN) wird weiter gefördert

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg hat die wissenschaftliche Bedeutung des DFG-Centrums für "Funktionelle Nanostrukturen" der Universität Karlsruhe (CFN) herausgestellt. Nachdem die Deutsche Forschungsgemein-schaft im Zuge einer ersten Zwischenbegutachtung entschieden hat, das 2001 gegründete Zentrum für weitere vier Jahre mit jährlich fünf Millionen Euro zu fördern, sei die Exzellenz der Karlsruher Forscherinnen und Forscher erneut unter Beweis gestellt, betonte Frankenberg am 17. August in Stuttgart.

17.08.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Das CFN ist eines von bundesweit fünf DFG-Forschungszentren und dabei das einzige, das sich den Nanowissenschaften widmet. Das Zentrum ist an der Uni-versität Karlsruhe und am Forschungszentrum Karlsruhe angesiedelt. 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten in 50 Forschungsgruppen zusammen: 25 an der Universität und 15 am Forschungszentrum Karlsruhe. Das CFN wird mit erheblichen Mitteln vom Land Baden-Württemberg unterstützt. Insgesamt hat das CFN von Landesseite bislang sechs Millionen Euro erhalten. In der zweiten Förderperiode beteiligt sich das Land zusätzlich zu seinem Anteil am laufenden Budget mit 3,5 Millionen Euro an der Finanzierung eines Neubaus für das CFN.

"Mit dem positiven Votum haben die Gutachter bestätigt, dass hier Spitzenforschung auf innovativen und zukunftsträchtigen Gebieten betrieben wird", sagte Minister Frankenberg. Vorbildlich sei nicht nur die interdisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlicher Fachbereiche, sondern auch die Kooperation von Hochschule und außeruniversitärer Forschungseinrichtung.

Am Karlsruher CFN befassen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor allem mit Nanostrukturen mit optischen und elektronischen Funktionen. Sie bearbeiten darüber hinaus grundlegende wissenschaftliche Fragen aus Physik und Chemie sowie aus den anwendungsorientierten Bereichen der Werkstoffwissenschaften, der technischen Chemie, der Elektrotechnik und der Biologie. Entwickelt werden zum Beispiel elektronische und optische Komponenten für die Tele-kommunikation und Datenverarbeitung. Die Nano-Biologie verbindet anorganische Strukturen mit biologischen Systemen, um Zellfunktionen zu beeinflussen oder neue Transportwege für Medikamente zu entwickeln. Analysiert werden aber auch die Auswirkungen dieser Technologien sowie ethische und wirtschaftliche Fragen. Die Nanotechnologie gilt als eine der Schlüsseltechnologien für das 21. Jahrhundert. Die Arbeiten im Bereich der Nanoskala (1 Nanometer = 1 Milliardstel Meter) ermöglichen vielfältige neue Anwendungen: beispielsweise im Bereich von Autolacken, Katalysatoren und Hochleistungswerkstoffen, im Bereich medizinischer Anwendungen, bei Datenspeichern sowie bei Mikro- und Nanoelektronik. Die wissenschaftlichen Fortschritte ermöglichen die Entwicklung völlig neuer Produkte, Prozesse und Technologien für die industrielle Anwendung. Im Bereich der Grundlagenforschung wird daran gearbeitet, die funktionellen Strukturen im Nanobereich grundlegend zu verstehen und zu beherrschen.

Das "Centrum für Funktionelle Nanostrukturen" wird ergänzt durch das gleichnamige landesweite Kompetenznetz, einen Verbund der Universitäten Karlsruhe, Konstanz, Stuttgart und Ulm, des Forschungszentrums Karlsruhe sowie des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung in Stuttgart. Damit ist Baden-Württemberg ein führendes internationales Zentrum der Nanowissenschaften in Deutschland.

Nähere Informationen zum CFN unter www.cfn.uni-karlsruhe.de/web/


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