Grüne und Wirtschaft wollen PISA für Azubis
(bikl) Die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung und das Institut der deutschen Wirtschaft Köln haben auf einer Round Table-Konferenz in der vergangenen Woche in Berlin das gemeinsame Thesenpapier "Bildungsreform zwischen Partizipation und Effizienz" verabschiedet.
29.05.2007 ArtikelDas Papier enthält Vorschläge für inhaltliche und strukturelle Reformen des Bildungssystems sowie zur Bildungsfinanzierung von der vorschulischen Erziehung bis zur beruflichen Weiterbildung. Die Durchführung einer PISA-Studie für die Berufsbildung, die Einführung einer Kita-Card und einer Gutscheinlösung zur Studienfinanzierung sind drei dieser Vorschläge.
"Unser heutiges Bildungssystem ist ineffizient und sozial hochgradig selektiv. Wir schöpfen das Bildungspotential von Jugendlichen und Erwachsenen nicht aus. Das verbaut individuelle Bildungschancen und schadet zugleich der Dynamik der Wirtschaft. Höhere Bildungsausgaben müssen mit Strukturreformen verbunden werden, die auf mehr Teilhabegerechtigkeit und Effizienz zielen", fordert Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung.
"Erforderlich sind effizientere und effektivere Investitionen in das Bildungssystem. Das alleinige Abstellen auf eine Steigerung der Bildungsinvestitionen greift zu kurz. Steigerungen des Mitteleinsatzes müssen mit Strukturreformen verbunden werden, die auf die Qualitätssteigerung des Outputs zielen. Ziel ist ein leistungs- und ergebnisorientiertes Bildungssystem", so Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft.
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