HRK-Delegation in Australien und Neuseeland:

Bei Gesprächen mit Hochschulvertretern in Neuseeland und Australien hat eine Delegation der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) die volle Konkurrenzfähigkeit der deutschen Bachelor- und Masterabschlüsse bestätigt gesehen. Die Delegation der HRK hielt sich vom 14.-23. Oktober zu Gesprächen mit Hochschul- und Wissenschaftsvertretern in Wellington, Melbourne, Canberra und Sydney auf.

26.10.2004 Pressemeldung Hochschulrektorenkonferenz

Die Anerkennung der deutschen Abschlüsse an den australischen Universitäten gestaltet sich erfolgreich. Dazu trägt ein Rahmenabkommen zur wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der HRK und der australischen Rektorenkonferenz (AVCC) bei, das bereits seit 2000 die in Deutschland eingeführten Abschlüsse Bachelor und Master einbezieht. Australien folgt der gleichen Strategie wie der europäische Hochschulraum, indem die Abschlüsse nicht über ihre Länge, sondern über die sogenannten "learning outcomes", d.h. über Studienergebnisse und vermittelte Kompetenzen, definiert werden. "Dies bestätigt", so HRK-Präsident Professor Dr. Peter Gaehtgens, der die Delegation leitete, nach seiner Rückkehr, "dass die deutschen und europäischen Hochschulen sich mit der Einführung eines neuen Systems von Qualifikationen auf dem richtigen Weg befinden. Unsere Gespräche haben gezeigt, dass der Bologna-Prozess eines seiner Ziele bereits erreicht hat, nämlich durch die Schaffung von transparenten und vergleichbaren Strukturen die europäischen Hochschulsysteme zu öffnen und attraktiver zu machen. "Die Entwicklung des europäischen Hochschulraums biete vielfältige Möglichkeiten vertiefter Kooperation mit den australischen Hochschulen, u.a. auch im Bereich der Standardisierung von Qualitätssicherungsverfahren.

Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche in Australien war die Vertiefung der Kooperation in Bezug auf die Förderung und den Austausch des wissenschaftlichen Nachwuchses. Während ausreichende Möglichkeiten zur Erleichterung der Mobilität von Studierenden während des ersten Studiums bestehen, wollen die deutschen und australischen Rektoren in der Zukunft stärker bei der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zusammenarbeiten, um so den Wissens- und Forschungsaustausch zwischen beiden Ländern zu intensivieren. HRK und AVCC streben an, bestehende formale und finanzielle Beschränkungen durch eine Erweiterung des gemeinsamen Abkommens aufzulockern.

In weiteren Gesprächen in Sydney signalisierten Vertreter der Wirtschaft Interesse an einer intensivierten Kooperation beim Transfer von Forschung und Entwicklung in die Wirtschaft. Darüber hinaus zeigte sich, dass auch der außeruniversitäre Sektor für die deutsch-australische Forschungskooperation von großem Interesse ist. Bei dem Treffen mit der neuseeländischen Rektorenkonferenz (NZVCC) wurde angesichts des steigenden beiderseitigen Interesses am Austausch von Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern vereinbart, ebenfalls ein Rahmenabkommen zur Erleichterung der gegenseitigen Anerkennung von Studienabschlüssen zu erarbeiten.


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