Land bündelt Stipendien zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses

Rheinland-Pfalz möchte den wissenschaftlichen Nachwuchs noch gezielter fördern. Zu diesem Zweck hat das Land eine Stipendienstiftung errichtet. "In dieser Stiftung sollen alle Stipendiensysteme des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur im Hochschulbereich gebündelt werden.

05.12.2005 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

Auf diese Weise kann die Stipendienstiftung attraktiv werden für gezielte Zustiftungen im Sinne einer Bürgerstiftung", kündigte Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, an.

"Ich wünsche mir, dass die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses durch diese Stiftungen neue Impulse erhält. Die Hochschulen werden unmittelbar aus ihrer Mitte heraus entscheiden, welche Schwerpunkte sie bei der Förderung ihres Nachwuchses setzen möchten. Davon verspreche ich mir viel. Besonders wichtig wäre mir aber, dass neue Ideen und Möglichkeiten daraus erwachsen, dass sich die Stiftung ausdrücklich als Bürgerstiftung versteht", sagte der Minister.

Hochschule und Region profitierten voneinander. Wissenschaftsförderung sei immer auch Standortförderung. Die Stipendienstiftung schaffe die Voraussetzungen dafür, die Beziehung zwischen Hochschulen, Bürgern und Unternehmen zu vertiefen und so neue Anstöße für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses zu geben, so Zöllner.

Die neue Stiftung wird begabte inländische und ausländische Studierende, Promovendinnen und Promovenden sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler an rheinland-pfälzischen Hochschulen oder im Rahmen internationaler Austauschprogramme unterstützen.

Die bisher für entsprechende Nachwuchsstipendien bereitgestellten Mittel des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur wie auch diejenigen, die für die Graduiertenförderung zur Verfügung stehen, werden künftig der Stipendienstiftung zugewiesen - zusammen sind dies rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr. Über diese Mittel hinaus werden der Stiftung jährlich durchschnittlich mehr als eine Million Euro aus dem Hochschulprogramm Wissen schafft Zukunft zur Verfügung gestellt.

Die hochschulnahe Ansiedlung der Stiftung setzt zudem den Gedanken der Hochschulautonomie noch weiter in die Praxis um. Die Hochschulen erhalten damit die Möglichkeit, sich auch und gerade durch die Förderung ihres Nachwuchses zu profilieren und damit positive Entwicklungen weiter voranzutreiben.

Stiftungsorgane sind der Vorstand und das Kuratorium. Dem Vorstand gehören Professor Dr. Wolfgang Anders (Präsident der Fachhochschule Ludwigshafen), Professor Dr. Helmut Schmidt (Präsident der Technischen Universität Kaiserslautern), Dr. Klaus Hembach (Kanzler der Universität Trier) und Götz Scholz (Kanzler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz) an. Sie wurden von der Landeshochschulpräsidentenkonferenz benannt und vom Wissenschaftsministerium berufen.

Das Kuratorium besteht aus bis zu 18 Personen - zehn Hochschullehrerinnen oder -lehrer, zwei Promovendinnen oder Promovenden, zwei Studierende und bis zu vier Personen aus dem Kreis der Zustifterinnen und Zustifter. Aufgabe des Kuratoriums ist es, den Vorstand in allen Fragen der Nachwuchsförderung zu beraten.


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