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Mehr Geld für Hochschulen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat 1,5 Milliarden Euro zusätzlich für Hochschulen zugesagt. Damit lassen sich Studienbedingungen und Lehrqualität verbessern. "Ich glaube, das ist eine gute Nachricht für alle, die ein Hochschulstudium aufnehmen wollen", sagte Merkel.

10.06.2011 Pressemeldung Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Starke Geburten- und doppelte Abiturjahrgänge sowie die Aussetzung der Wehrpflicht stellen die Universitäten vor große Probleme. An vielen Hochschulen behindern übervolle Vorlesungen und fehlende Lernmöglichkeiten in kleinen Gruppen eine erfolgreiche Ausbildung.

Allein wegen der Aussetzung der Wehrpflicht erwarten die Universitäten bis zu 59.000 zusätzliche Studienanfänger. Mit dem Ansturm erreichen sie die Grenzen ihrer Belastbarkeit.

Bessere Studienbedingungen

Deshalb erhöht die Bundesregierung ihre Mittel für die Hochschulförderung. In den Jahren von 2011 bis 2015 stellt sie dafür zusätzlich 1,5 Milliarden Euro bereit. Das kündigte Merkel nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin an. Eine gute Nachricht für alle, die studieren wollen.

Bis zum Jahr 2015 werden mit der finanziellen Aufstockung 335.000 neue Studienplätze geschaffen. Möglich wird dadurch zugleich, mehr Lehrende zu beschäftigen - vom Professor bis hin zum Tutor. Berufungen und Einstellungen im akademischen Mittelbau können so früher realisiert werden. Ein Teil der Fördermittel ist für die Qualifizierung des Hochschulpersonals, aber auch für die Betreuung und Beratung der Studenten vorgesehen.

Start ins Studium erleichtern

Künftig sollen Brückenkurse gerade Studienanfängern aus bildungsfernen Elternhäusern oder mit einem Berufsabschluss den Start ins Studium erleichtern. Diese Kurse schließen Lücken zwischen Schulwissen und akademischem Lehrstoff. Denn der Grundstein für ein erfolgreiches Studium werde in den Anfangssemestern gelegt, so Bundesbildungsministerin Annette Schavan.

Im Hochschulpakt I vereinbarten Bund und Länder, von 2007 bis 2010 insgesamt 91.370 zusätzliche Studienplätze zu schaffen. Dieses Ziel wurde weit übertroffen. Mit 182.193 zusätzlichen Studienanfängern lag die Zahl doppelt so hoch. Mit dem Hochschulpakt II schaffen Bund und Länder bis 2015 deshalb 335.000 weitere neue Studienplätze.

Den Qualitätspakt für Lehre haben Bund und Länder als dritte Säule des Hochschulpaktes im Juni 2010 beschlossen. Er soll Maßnahmen zur kapazitätsneutralen Personalgewinnung, Personalqualifizierung und zur Weiterentwicklung der Lehrqualität fördern.


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