Mit dem Bachelor nicht unbedingt fit für den Beruf

(bikl/idw) Bachelor-Studiengänge an deutschen Hochschulen bereiten unterschiedlich gut auf den Berufseinstieg vor. Während einige Hochschulen vorbildliche Maßnahmen ergriffen haben, um die Studierenden fit für den Arbeitsmarkt zu machen, haben eine Reihe von Hochschulen diesen Aspekt bei der Umstellung der Diplom- auf Bachelor- und Master-Studiengänge so gut wie gar nicht berücksichtigt. So das Ergebnis des "Employability"-Ratings des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) und des Arbeitskreises Personalmarketing (dapm).

29.03.2007 Artikel

Das "Employability"-Rating bewertet die Förderung der Beschäftigungsbefähigung (employability) in nahezu 400 Bachelor-Studiengängen an Universitäten und Fachhochschulen. CHE und dapm haben in diesem Jahr neben betriebswirtschaftlichen erstmals auch ingenieurwissenschaftliche Studiengänge untersucht.

Bachelor-Studiengänge sollen ihren Absolventen einen berufsqualifizierenden Abschluss bieten. In der Studie wurde untersucht, inwieweit die Hochschulen die Berufsbefähigung der Studierenden in ihren Curricula systematisch fördern. Die Hochschulen wurden schriftlich befragt. Sie haben Angaben dazu gemacht, wie methodische und soziale Kompetenzen, der Praxisbezug des Studiums sowie interkulturelle Kompetenzen in den Studiengängen berücksichtigt werden. In der vergleichenden Bewertung konnten die Hochschulen bis zu fünf Sterne erreichen. Die Vermittlung von Fachkompetenz war nicht Gegenstand der Untersuchung.

Mit fünf Sternen wurden dreizehn Studiengänge bewertet: jeweils zwei Studiengänge an der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin sowie den Fachhochschulen Osnabrück, Reutlingen, Stralsund und Furtwangen. Mit je einem Studiengang sind die Fachhochschule der Wirtschaft in Paderborn, das ISM Dortmund und die Hochschule Wismar vertreten. In der Gruppe der mit vier Sternen bewerteten Studiengänge sind auch sechs Universitäten vertreten, zum Teil mit mehreren Studiengängen. Die Ergebnisse der betriebswirtschaftlichen Studiengänge fallen im Vergleich zu den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen insgesamt besser aus.

Der Arbeitskreis Personalmarketing (dapm) ist ein Zusammenschluss der Personalmarketingverantwortlichen von 34 großen Unternehmen in Deutschland. Unter anderen sind im Arbeitskreis Audi, BMW, HypoVereinsbank, Deutsche Bank und SAP vertreten. Das gemeinnützige Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) setzt sich für Reformen im Hochschulsystem ein.


Weiterführende Links

  • "Employability"-Rating (pdf)

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