Staatsministerin Dr. Eva-Maria Stange: "Motivation von Frauen für technische und naturwissenschaftliche Studiengänge und Berufsfelder besonders fördern"
"Momentan klafft zwischen dem Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften im naturwissenschaftlich-technischen Bereich und der Nachfrage nach entsprechenden Studienplätzen eine große Lücke, die es dringend zu schließen gilt", sagte Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange aus Anlass der Einweihung des "Energietechnischen Lehrkabinetts" an der Hochschule Zittau-Görlitz. Das Lehrkabinett, in dem Studierende anwendungsorientiert ausgebildet würden, sei ein wichtiger Baustein zur Ausbildung hochqualifizierter technischer und naturwissenschaftlicher Fachkräfte.
15.01.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusIn Sachsen hätten im Jahr 2007 rund 5000 Studienanfänger/innen ein ingenieurwissenschaftliches Studium begonnen. Damit bilden die Ingenieurwissenschaften zwar die größte Fächergruppe an den sächsischen Hochschulen, dies sei allerdings vor dem Hintergrund eines bis 2020 zu erwartenden dramatischen Fachkräftemangels besonders in den Ingenieur- und Naturwissenschaften noch zu wenig. Bereits ab 2010 könnten die sächsischen Hochschulen nach gegenwärtigem Stand der Bedarf des Arbeitsmarktes an Ingenieuren (insbesondere im Maschinenbau, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen) nicht mehr decken. (Vgl. Studie "Hochschulen im demografischen Wandel"/ Zentrum für Demografischen Wandel an der TU Dresden/ 2006).
"In Zukunft wird es entscheidend darauf ankommen für ein Studium der Ingenieurwissenschaften viel stärker als bislang junge Frauen zu gewinnen." Mit den Möglichkeiten, die der Europäische Sozialfonds (ESF) und der Hochschulpakt 2020 bieten, sollen daher Maßnahmen zur Stärkung der Motivation von Frauen für technische und naturwissenschaftliche Studiengänge und Berufsfelder besonders gefördert werden. Dazu gehörten insbesondere: Vorhaben zur Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere, Mentoringnetzwerke, Career Services und Nachwuchsforschergruppen, so die Ministerin.
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