NRW

Start des WS 2010/2011 - Aktuelle Entwicklung der Studierendenzahlen

Zum Wintersemester 2010/11 wird die Zahl der Einschreibungen nach den derzeitigen Prognosen deutlich ansteigen. Erwartet werden rund 84.400 Studienanfänger, davon 73.400 an den 30 öffentlich-rechtlichen Hochschulen und den sieben staatlichen Kunst- und Musikhochschulen. Damit verzeichnen die nordrhein-westfälischen Hochschulen landesweit etwa 6.800 Studienanfänger mehr, dies ist ein Plus von 8,8 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Wintersemester.

05.10.2010 Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

Die Zahlen beruhen auf den von den Hochschulen auf der Basis der Studienbewerbungen und der Erfahrungen der Vorjahre hochgerechneten Daten. (Die endgültigen Zahlen können noch abweichen, da die Einschreibefristen noch laufen.)

"Die aktuellen Zahlen für das Wintersemester 2010/11 zeigen, die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen sind für Studieninteressierte attraktiv. Damit zukünftig aber jeder unabhängig von sozialer Herkunft und finanziellen Möglichkeiten die Chance zu studieren hat, müssen Hürden abgebaut werden: bei der Studienfinanzierung ebenso wie am Übergang von der Schule zur Hochschule", sagte Wissenschaftsministerin Schulze unter Hinweis darauf, dass zu wenig junge Menschen mit Studienberechtigung sich auch für ein Studium entscheiden.

Nach den aktuellsten Zahlen aus dem Jahr 2008 nehmen gerade mal 30 Prozent der Studienberechtigten in Nordrhein-Westfalen in dem Jahr ein Studium auf, in dem sie die Hochschulzulassung erworben haben. Bundesweit waren es 36 Prozent. Eine Ursache in Nordrhein-Westfalen liegt darin, dass weniger als jeder vierte, der eine Fachhochschulreife hat, auch ein Studium aufnimmt. Bei den Frauen ist es nicht einmal jede Fünfte, die sich für ein Fachhochschulstudium entscheidet, obwohl sie es könnte. "Wir können nicht länger auf kluge Migranten, engagierte Frauen und interessierte Studierende verzichten, die den Schritt zur Hochschule scheuen, weil unnötige Hürden sie abschrecken", so die Ministerin.


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