Professuren

Über 170 Anträge von Hochschulen im KI-Wettbewerb

Die Hochschulen im Freistaat sind bereits heute auf dem Feld der Künstlichen Intelligenz außerordentlich forschungsstark: Insgesamt 175 Bewerbungen haben die Hochschulen aus ganz Bayern im Wettbewerb um 50 KI-Professuren eingereicht. Wissenschaftsminister Bernd Sibler sprach heute in München von einer erfreulich hohen Beteiligung.

04.03.2020 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
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Sibler betonte: „Künstliche Intelligenz wird in unserer Zukunft allgegenwärtig sein. Unsere Hochschulen sind entscheidende Wegbereiter: Technologien, die heute vielleicht noch in den Kinderschuhen stecken, werden hier umfassend erforscht und entwickelt. Die 50 KI-Professuren, die wir nun im Rahmen der Hightech Agenda Bayern zum Ausbau unseres KI-Netzes im Freistaat zusätzlich einrichten, werden dieser Forschung einen weiteren, kräftigen Schub verleihen. Mit ihrer Arbeit gestalten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Bayern Fortschritt und Innovation entscheidend mit – und zwar nach unseren europäischen und ethischen Maßstäben.“

Zu den 50 KI-Professuren, die im Zuge des Wettbewerbs vergeben werden, kommen gemäß Hightech Agenda Bayern 50 weitere KI-Professuren hinzu – und zwar am KI-Zentrum München sowie den Knotenpunkten in Würzburg, Erlangen-Nürnberg und Ingolstadt.

Über 85 Prozent der Bewerbungen sind Verbundanträge

Alle antragsberechtigten 34 Hochschulen haben sich an dem Wettbewerb, zu dem Wissenschaftsminister Sibler Ende Dezember 2019 aufgerufen hatte, beteiligt. Sowohl die technologischen Schwerpunkte des KI-Netzwerks – Intelligente Robotik, Data Science, Gesundheit und Mobilität – als auch weitere Fachgebiete sind in den Bewerbungen abgebildet.

Besonders erfreut ist der Minister darüber, dass über 85 Prozent der Anträge von mehreren Hochschulen gemeinsam gestellt wurden: „Unsere Hochschulen setzen in unterschiedlichen Bereichen ihre Forschungsschwerpunkte und verfügen in diesen über hohe Kompetenz. Kooperationen ermöglichen es den Partnern, von dieser Expertise gegenseitig zu profitieren. So entstehen eine hohe Dynamik und wertvolle Synergieeffekte. Forschung und Lehre auf diesem Zukunftsfeld bringt das gleichermaßen voran. Dem Wissenschaftsstandort Bayern kann das nur weiteren Auftrieb bringen.“

Wissenschaftsgeleitetes Wettbewerbsverfahren

Die 50 KI-Professuren werden in einem wissenschaftsgeleiteten Wettbewerbsverfahren eingerichtet. Eine 18-köpfige Expertenkommission hochkarätiger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter Vorsitz des langjährigen Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und international erfahrenen Verfahrens- und Wettbewerbsexperten Prof. Dr. Peter Strohschneider wird die Anträge auswerten und eine Förderempfehlung nach wissenschaftsgeleiteten Gesichtspunkten geben. Bis Ende April wird das Wissenschaftsministerium entscheiden, welche Konzepte schrittweise bis zum Jahr 2023 umgesetzt werden. Die ersten KI-Professuren sollen bis zum Herbst 2020 besetzt werden. Ziel ist, das KI-Netzwerk von seinem Zentrum in München aus über die Knoten in Würzburg, Erlangen-Nürnberg und Ingolstadt weiter in den gesamten Freistaat hinein auszudehnen.


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