Umfrage: Studierende und Hochschulangehörige bewerten ostdeutsche Hochschulen
Unter dem Motto "Besser wissen. Besser werden" traten am 4. und 5. November Vertreterinnen und Vertreter der 43 ostdeutschen Hochschulen zum ersten Mal in Köthen zusammen, um über den aktuellen Status quo sowie künftige Herausforderungen zu sprechen. Hauptthema der Konferenz waren die Ergebnisse der ostdeutschen Hochschulumfrage.
05.11.2013 Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-AnhaltAn der Umfrage beteiligten sich 18 der 43 ostdeutschen Hochschulen. Insgesamt wurden 16.000 ostdeutsche Studierende und Hochschulangehörige befragt. Die Ergebnisse der Umfrage, die im Auftrag der länderübergreifenden Hochschulmarketingkampagne "Mein Campus von Studieren im Fernost" erstellt wurde, zeichnen ein klares Bild der Stärken und Herausforderungen ostdeutscher Hochschulen. Gute Bewertungen erhielten Studien- und Lebensqualität, Ausbaupotenzial sahen die Befragten bei beruflichen Perspektiven.
Studienbedingungen im Osten sind gut
Ob in Magdeburg, Weimar oder Rostock: Bei der Hochschulbefragung gaben zwei Drittel der befragten Studentinnen und Studenten an, an ihrer persönlichen "Wunschhochschule" zu studieren. Besonders gut schnitten bei dem "Qualitätscheck" die Studienbedingungen ab: Für die Beratungs- und Serviceleistungen sowie die Studieninfrastruktur gab es auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht) im Mittel jeweils die Note 2,2. Die Studien-qualität und Studienorganisation wurden durchschnittlich mit der Note 2,4 bewertet. Auf den Top-Plätzen finden sich unter anderem: Die Fachkompetenz der Lehrenden, die technische und räumliche Infrastruktur an den Hochschulen sowie die Online-Benutzerservices der Bibliotheken sind einige der Aspekte, die von den Studierenden in Ostdeutschland besonders positiv bewertet wurden.
Hochschulstandorte im Osten punkten mit Lebensqualität
Auch die Attraktivität des jeweiligen Studienortes – einer der wichtigsten Faktoren für die Hochschulwahl unter den Befragten – gehören zu den relativen Stärken: Das Leben am Studienort bekam im Durchschnitt die Note 2,1. Besonders geschätzt: "Naherholung und Natur" (1,6) sowie das gastronomische Angebot (1,9).
Studierende unterschätzen ihre beruflichen Perspektiven
Die Umfrage offenbart allerdings auch ein Imageproblem der ostdeutschen Hochschulstandorte: Mehr als zwei Drittel der Studierenden sind skeptisch, ob sie vor Ort den Einstieg ins Berufsleben schaffen. Dabei besteht laut Marco Tullner, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Sachsen-Anhalt, zu Pessimismus gar kein Anlass."Die ostdeutschen Länder bieten Akademikern genauso gute Chancen wie die westdeutschen", so Tullner. Das habe schon vor mehr als einem Jahr eine Umfrage des Consulting-Unternehmens DIW econ gezeigt. Er sei aber optimistisch, dass sich die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt für Hochschulabsolventen herumsprechen werde. "Zu unseren Zielen gehört es, verstärkt Brücken zwischen den Hochschulen und der regionalen Wirtschaft zu schlagen. Das steigert nicht nur den Praxisbezug der Lehre. Studierende erhalten so auch einen realistischen Eindruck ihrer Perspektiven", versicherte der Staatssekretär.
Wissensaustausch ostdeutscher Hochschulen in Köthen
Auf der Konferenz diskutierten die teilnehmenden Hochschulen über ihre zukünftige Ausrichtung. "Der demografische Wandel ist die zentrale Herausforderung für Hochschulen in Ostdeutschland. Vor diesem Hintergrund muss sich der Hochschulstandort Ost für die Zukunft gut aufstellen", sagte Tullner.Weitere Informationen für Studieninteressierte und Studierende finden Sie auf www.studieren-in-fernost.de. Bildmaterial und Infografik zum Download finden Sie im Pressebereich.
Über die Kampagne:
Die Länderübergreifende Hochschulmarketingkampagne – vormals Hochschulinitiative Neue Bundesländer – macht mit den Kampagnen "Studieren in Fernost" und "Mein Campus von Studieren in Fernost" seit dem Jahr 2008 gezielt westdeutsche Studieninteressierte auf Studienangebote in den ostdeutschen Ländern aufmerksam. Ins Leben gerufen wurde die Kampagne von den Wissenschaftsministerien der Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Das sachsen-anhaltische Ministerium ist für die Koordination verantwortlich. Die Kampagne wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
www.studieren-in-fernost.de
www.facebook.com/StudierenInFernost
www.youtube.com/user/StudierenInFernost
Keine Kommentare vorhanden