Universität Karlsruhe erhält Fördermittel für Investitionsmaßnahmen im Forschungsbau

Der von der Universität Karlsruhe geplante Forschungsbau "Interdisziplinäre Fahrzeugsystemtechnik" mit Gesamtkosten von rd. 11 Mio. Euro wird aus Bundesmitteln zur Förderung von Investitionen in überregional bedeutsame Forschungsbauten bezuschusst. Die Finanzierung des Gebäudes wird jeweils zur Hälfte von Bund und Land getragen. Die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK) ist in ihrer heutigen Sitzung in Berlin einer entsprechenden Empfehlung des Wissenschaftsrats gefolgt.

19.11.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg begrüßte die Entscheidung als weitere Stärkung für die Universität Karlsruhe. "Die Forschungsmöglichkeiten auf dem Gebiet der Fahrzeug- und Verkehrstechnik werden damit maßgeblich verbessert. Damit kann die Universität Karlsruhe ihren Spitzenplatz im Schwerpunktbereich Mobilität weiter ausbauen. "

Der neue Forschungsbau ergänzt die Forschungsmöglichkeiten des interfakultativen Kompetenzzentrums "Center of Automotive Research and Technology" (CART). Dieses ist Teil des mit der Exzellenzinitiative ausgezeichneten Zukunftskonzepts der Universität Karlsruhe. Mit dem Bau wird die notwendige Infrastruktur für umfangreiche Forschungsarbeiten bereitgestellt, in deren Mittelpunkt nicht einzelne Fahrzeugkomponenten sondern vielmehr das Gesamtsystem Fahrzeug stehen soll.

"CART erreicht eine einzigartige Bündelung von mobilitätsbezogenen Themen und bezieht die Systemzusammenhänge des Fahrzeugs im Verkehr und des Fahrzeugs in der Gesellschaft in eine vollständige Betrachtung mit ein", so der Wissenschaftsminister. Angesichts dieser thematischen Breite und Tiefe sei ein finanzielles Engagement zur Bewältigung diese Zukunftsfeldes angezeigt.

Im Zuge der Föderalismusreform wirken Bund und Länder bei der Förderung von Forschungsbauten an Hochschulen einschließlich Großgeräten als neuer Gemeinschaftsaufgabe zusammen. Das auf Art. 91 b Abs. 1 GG beruhende Verfahren sieht die Begutachtung der von den Ländern eingereichten Anträge durch den Wissenschaftsrat vor. Auf der Basis dieser Empfehlungen entscheidet die BLK abschließend über die Aufnahme der vorgeschlagenen Projekte in die Förderung.

Die Fördermittel werden jeweils zur Hälfte von Bund und Ländern getragen. Bis 2013 sollen damit jährlich rd. 600 Mio. Euro für Forschungsbauten und Großgeräte zur Verfügung gestellt werden. Gefördert werden können Bauten an Hochschulen mit Investitionskosten von mehr als fünf Millionen Euro. Deren Infrastruktur muss weit überwiegend der Forschung von überregionaler Bedeutung dienen.


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