Wissenschaftsminister Goppel zur Studie "Internationale Bildungsindikatoren im Ländervergleich": "Gesellen oder Meister haben es nicht nötig, als Bachelor oder Master etikettiert zu werden"

Den Vergleich völlig unterschiedlicher Bildungssysteme durch die OECD-Studie "Bildung auf einen Blick" kritisierte Bayerns Wissenschaftsminister Goppel am Mittwoch in München.

10.09.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Es erscheine widersinnig, so der Minister, die bewährte duale Ausbildung in Deutschland geringer zu schätzen, nur weil an deren Ende keine akademischen Grade verliehen würden. Goppel: "Gesellen oder Meister haben es nicht nötig, als Bachelor oder Master etikettiert zu werden." Der Arbeitsmarkt in Bayern brauche diese Leute ebenso wie Akademiker, sagte Goppel auch im Hinblick auf den Ländervergleich der Bildungsindikatoren.

"Für uns zählt Qualität, nicht nur Quantität. Bayern kann über alle Qualifikationsniveaus hinweg eine hervorragende Bildungsbilanz vorweisen. Dies zeigt sich neben der starken Wirtschaftsleistung und den deutschlandweit niedrigsten Arbeitslosenquoten vor allem daran, dass die Beschäftigungsquoten in keinem Land der Bundesrepublik weniger vom formalen Abschluss abhängen als in Bayern", unterstrich der Minister. Dass sich die Nachfrage nach Akademikern derzeit erhöht, stehe allerdings außer Frage, so Goppel. Darauf hat Bayern vorausschauend reagiert und geht mit seinem Ausbauprogramm, bis zum Jahr 2011 38.000 zusätzliche Studienplätze und dafür rund 3.000 Stellen zu schaffen, weit über die Vereinbarungen im Hochschulpakt zwischen den Ländern und dem Bund hinaus. Goppel: "Einen Schwerpunkt setzen wir dabei in den Ingenieur- und Naturwissenschaften, wo zusammen mit den Wirtschaftswissenschaften rund drei Viertel der zusätzlichen Studienplätze entstehen werden."


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