Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg lädt Studierende zu konstruktiven Diskussionsbeiträgen zum Bologna-Prozeß ein

Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg hat heute die Studierenden zu konstruktiven Diskussionsbeiträgen über die Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses eingeladen. "Baden-Württemberg wird den Bologna-Prozess weiterentwickeln und optimieren. Wir werden bei einem Kongress im kommenden März die Möglichkeiten erörtern. Dabei werden auch die Studierenden ein gewichtiges Wort mitreden können", sagte der Minister am 17. November 2009 in Stuttgart.

17.11.2009 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Fundamentalopposition, wie sie von Teilen der Studierendenschaft ausgeübt werde, sei aber der falsche Weg, der von der Mehrzahl der Studierenden auch nicht mitgegangen werde. "Wir brauchen Sachargumente statt Fundamentalopposition. Die Studierenden wirken über die Hochschulgremien an der Weiterentwicklung von Studium und Lehre mit. Von diesem Recht sollten sie in konstruktiver Weise Gebrauch machen". Die Hochschulleitungen seien zum Dialog mit den Studierenden bereit, so der Minister.

Auch das Ministerium werde die Studierenden bei der Diskussion über die Weiterentwicklung der Bologna-Reform beteiligen und auf ihre Stimme hören, sagte Frankenberg. Das Wissenschaftsministerium werde im kommenden März einen Kongress zur Bologna-Reform veranstalten, zu dem auch Studierende eingeladen würden. "Ich sehe die Notwendigkeit, mehr Flexibilität in das System zu bringen und die vorhandenen Spielräume stärker auszuschöpfen, um den Studierenden mehr Luft im Studium zu geben. Darüber wollen wir mit Vertreter der Hochschulen sowie Experten aus dem In- und Ausland diskutieren", sagte der Minister.

Frankenberg warnte davor, die Studienbedingungen in Deutschland - und insbesondere in Baden-Württemberg - unnötig schlecht zu reden. "Die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Baden-Württemberg geben jedes Jahr über 2 Milliarden Euro für die Hochschulen in Baden-Württemberg aus. Das muss man angemessen würdigen. Studiengebühren kommen ergänzend zur Verbesserung von Studium und Lehre dazu. Ihre Einführung hat nicht zu einer Kürzung der Landesmittel geführt - auch wenn gelegentlich das Gegenteil behauptet wird", so der Minister.

Die Hochschulpolitik genieße in Baden-Württemberg einen besonderen Stellenwert. Dies werde auch in Zukunft so bleiben. Das gute Abschneiden der Hochschulen des Landes in zahlreichen nationalen und internationalen Rankings und Untersuchungen zeugten von einem klaren Qualitätsvorsprung der Hochschulen im Südwesten nicht nur in der Forschung, sondern auch in Lehre und im Studium.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden