Berlin

Zöllner: "Zukunftskonzept für die Wissenschaft zeigt Ergebnisse"

Anlässlich des Semesterbeginns 2010/2011 sieht Wissenschaftssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner die Berliner Wissenschaft auf einem guten Weg: "Die Berliner Universitäten sowie die außeruniversitären Forschungseinrichtungen leisten hervorragende Arbeit für das Land Berlin. Sie bilden zahlreiche Studierende aus, forschen auf internationalem Spitzeniveau, ziehen enorme finanzielle Mittel in das Land Berlin und schaffen somit hochqualifizierte Arbeitsplätze. Dafür gebührt ihnen Dank".

08.09.2010 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Das Land Berlin hat in den vergangenen Jahren durch den Schwerpunkt Wissenschaft beste Rahmenbedingungen geschaffen: "Ziel einer nachhaltigen Wissenschaftspolitik muss sein, den Spagat zwischen Breiten- und Spitzenförderung sowie Lehre und Forschung zu schaffen. Wir haben dazu ein abgestimmtes Konzept aus Ausbildungsoffensive, Hochschulvertrag und Einstein-Stiftung Berlin entwickelt.", so Senator Zöllner.

Hochschulen und Charité

Allgemeine Studien der letzten Wochen betonen die Bedeutung der Wissenschaft für die weitere Entwicklung von Berlin. Eine genaue Analyse der Situation untermauert dies nachdrücklich. So haben die Berliner Hochschulen ihre starke Stellung in der Studierendenausbildung (+ 15%) und in der Drittmitteleinwerbung seit 2006 bis 2009 beachtlich (+ 65%) ausgebaut. Die gesicherten leistungsbasierten Mittelzuwächse durch die Hochschulverträge bieten eine gute Voraussetzung dieses in Zukunft weiter fortzusetzen.

Auch die Charité konnte trotz zurückgehender Landeszuschüsse ihre Leistungen insbesondere in der Forschung und Krankenversorgung steigern. Die vereinbarten Steigerungen des Landeszuschusses für die Investitionen sind ein erster Schritt, die Charité weiter zukunftsfähig zu machen.

Studienanfängerentwicklung:
2006: 20.000
2009: 26.000

6.000 zusätzliche Studienanfängerplätze sind darüber hinaus im Hochschulvertrag bis 2012 vereinbart.

Drittmitteleinwerbung:
2006: 170 Millionen Euro
2009: 281 Millionen Euro

Bund-Länder-Gemeinschaftsfinanzierung

Die außeruniversitäre Forschung, abgebildet in der Bund-Länder-Gemeinschaftsfinanzierung, ist schon immer eine besondere Stärke in Berlin. Seit 2006 hat dies noch einmal sprunghaft an Bedeutung gewonnen. Eine Zunahme der Forschungsmittel von 205 Millionen Euro bis 2010 veranschaulicht dies eindrucksvoll.

2006: 671 Millionen Euro (Landesanteil: 151 Millionen Euro)
2009: 875 Millionen Euro (Landesanteil: 189 Millionen Euro)

Senator Zöllner: "Die Anstrengungen des Landes haben sich gelohnt. Berlin würde mit seinem Angebot an Studienplätze und seinen Ausgaben für die Wissenschaft bei den jüngsten OECD-Studien einen Spitzenplatz einnehmen. Die Förderung der Wissenschaft ist beste Wirtschaftspolitik und damit auch Integrationspolitik und mindert das Armuts- und Arbeitslosigkeitsrisiko."

Die Studienanfängerquote nach dem Studienort liegt im Jahr 2008 bei 51,4 Prozent. Berlin platziert sich damit im Bundesvergleich auf Rang 3. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 36,2 Prozent; der OECD-Mittelwert bei 55,9 Prozent.

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) sind die öffentlichen Gesamtausgaben für den "Tertiärbereich", zu dem das Studium an Universitäten und Hochschulen gehört, in Berlin fast doppelt so hoch wie der Bundesdurchschnitt: 2,1 Prozent beträgt der Anteil am BIP der öffentlichen Gesamtausgaben (Bundesdurchschnitt: 1,1 Prozent; OECD-Durchschnitt: 1,2 Prozent).

In der nächsten Zeit wird das Land weiter zielstrebig die Wissenschaftslandschaft ausbauen.

Charité

Noch in diesem Jahr muss der Charité-Vertrag verlängert werden. Die Herausforderung ist diesen entsprechend den Hochschulverträgen zu gestalten und trotz der festgeschriebenen Anzahl von Studienplätzen der Bedeutung der Charité als Treiber der Spitzenforschung gerecht zu werden. Auch im Baubereich muss eine Lösung gefunden werden, die neben der Sanierung von Mitte (Bettenhochhaus) sowohl den notwendigen Ausbau der Forschungsinfrastruktur (Tierstall) als auch die strategische Option für eine Weiterentwicklung der Charité gewährleistet. Eine kluge Entscheidung zwischen den beiden Alternativen Neubau oder Sanierung des Bettenhochhauses muss gefunden werden.

Förderung der Spitzenforschung

Die Förderung der Spitzenforschung wird auch in der nächsten Zeit im Fokus stehen. Die Einstein-Stiftung Berlin, seit der Konstituierung der wissenschaftlichen Kommission im März 2010 voll arbeitsfähig, wird dazu einen wesentlichen Beitrag leisten.

Hierbei soll auf die Gründung einer gGmbh verzichtet werden und nach der Aufbauphase das Land und ein Repräsentant der Universitäten nur noch im Stiftungsrat vertreten sein, um die notwendige allein wissenschaftsgeleitete Förderung durch die Stiftung weiter zu betonen.

Die Berliner Universitäten beteiligen sich an der Exzellenzinitiative II mit Antragsskizzen für 7 Graduiertenschulen und 13 Exzellenzcluster. Außerdem werden sowohl die Technische Universität als auch die Humboldt-Universität ein Zukunftskonzept einreichen. Die Freie Universität wird einen Folgeantrag für ihr erfolgreiches Zukunftskonzept vorlegen. Die Berliner Universitäten werden in allen Wissenschaftsbereichen vertreten sein.

Senator Zöllner: "Es ist gelungen eine neue Qualität der Zusammenarbeit zwischen den Berliner Universitäten zu erreichen. Sie geht weit über das hinaus, was ich noch bis vor kurzem erhofft habe."

Außeruniversitäre Forschung

Unabhängig davon versucht die Berliner Wissenschaft zusammen mit dem Senat die führende Stellung in der außeruniversitären Forschung auszubauen (z.B. HZB: Berlin Pro, Berlin Institut of medical Systems Biology, Deutsches Zentrum für Gesundheitsforschung).


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