Zur SPD-Meldung vom 07.03.2007 "Nur noch für jeden vierten bayerischen Abiturienten ein Studienplatz" stellt das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fest:

Die bayerische SPD sollte erst einmal den Gesetzentwurf gründlich lesen, bevor sie ihn kritisiert. Die Meldung der SPD ist irreführend. Selbstverständlich bleibt – entgegen der Behauptung der SPD – auch nach dem Entwurf des neuen bayerischen Hochschulzulassungsgesetzes, der derzeit im Landtag beraten wird, gewährleistet, dass die Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung im Rahmen der Vergabe der Studienplätze im örtlichen Auswahlverfahren an den bayerischen Hochschulen entscheidende Bedeutung hat. Eine Beschränkung der Zahl bayerischer Studierender an bayerischen Hochschulen sieht das Gesetz dagegen keineswegs vor.

07.03.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Das neue Bayerische Hochschulzulassungsgesetz legt für die Vergabe der im örtlichen Auswahlverfahren an den Hochschulen (und nicht durch die Zentrale Vergabestelle für Studienplätze) vergebenen Studienplätze folgendes Verfahren fest: 25 % der Studienplätze werden ausschließlich nach der Durchschnittsnote der Hochschulzugangsberechtigung an die besten Studienbewerber vergeben. Weitere 65 % der Studienplätze verteilt die Hochschule in einem ergänzenden Hochschulauswahlverfahren, in dessen Rahmen neben der Abiturnote, die überwiegende Bedeutung haben muss, weitere Kriterien wie Auswahltests, Auswahlgespräche, berufliche Ausbildung/Tätigkeit oder Einzelnoten der Hochschulzugangsberechtigung Berücksichtigung finden. Die verbleibenden 10 % der Studienplätze werden nach Wartezeit vergeben. Somit ist für die Vergabe der Studienplätze in Bayern nach wie vor die Abiturnote ein besonders wichtiges Kriterium. Von einer "Aushebelung des bayerischen Abiturs" kann daher nicht annähernd die Rede sein.


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