Mittel

18,4 Millionen Euro für mehr Schulsozialarbeit

„Kinder und Jugendliche haben durch die Corona-Pandemie enorme Einschränkungen hinnehmen müssen. Es ist deshalb umso wichtiger, dass wir ihnen jetzt so viel Normalität wie möglich und vor allen Dingen so viel Präsenzunterricht wie möglich bieten", kündigte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig am Freitagvormittag in Mainz an.

21.01.2022 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz
  • Ein Warnschild mit der Beschriftung "Schule". © www.pixabay.de

Hubig Weiter: Die Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter spielen hierbei eine wichtige Rolle. Sie ergänzen die Teams an den Schulen und unterstützen die gesamte Schulgemeinschaft, vor allem unsere Schülerinnen und Schüler. Auch 2022 beteiligt sich das Land deshalb mit insgesamt rund zehn Millionen Euro an der Finanzierung der Schulsozialarbeit an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen.“

Für allgemeinbildende Schulen, die den Abschluss der Berufsreife anbieten, also Realschulen plus, Integrierte Gesamtschulen und Förderschulen mit dem Schwerpunkt „Lernen“, stehen Mittel in Höhe von sieben Millionen Euro zur Verfügung. Die Bewilligungen gehen jetzt in die Post.

„Schulen sind Orte der Bildung und des sozialen Miteinanders, Schulen sind die Orte, an denen gesellschaftliche Ungleichheiten ausgeglichen werden können. Gerade während der Pandemie sind Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter wichtige Anlaufstellen für unsere Schülerinnen und Schüler, aber auch ihre Familien“, so die Ministerin, die zudem die Bedeutung multiprofessioneller Teams betonte: „Unsere Schulen arbeiten mehr und mehr interdisziplinär – sie profitieren von multiprofessionellen Teams. Dazu gehört neben der Schulsozialarbeit auch die Schulpsychologie, die während der Pandemie ebenfalls eine ganz zentrale Rolle spielt.“

Zusätzlich zu den jetzt bewilligten Mitteln in Höhe von zehn Millionen Euro stehen den Kommunen im aktuellen und im kommenden Schuljahr über das Landesprogramm „CHANCEN@lernen.rlp“ weitere knapp 8,4 Millionen Euro für sozialpädagogische Angebote in Schulen zur Verfügung. Damit können neben zusätzlichen Stellen für Schulsozialarbeit unter anderem Gruppenangebote für Schülerinnen und Schüler, Elternarbeit aber auch die Begleitung und Vermittlung von Schülerinnen und Schülern in eine Ausbildung finanziert werden. CHANCEN@lernen.rlp ist das rheinland-pfälzische Programm, in das die vom Bund im Rahmen des Aktionsprogramms „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche in den Jahren 2021 und 2022“ zur Verfügung gestellten Mittel einfließen.

Schulsozialarbeit gehört zur Kinder- und Jugendhilfe und fällt damit in den Aufgabenbereich der Kommunen. Insgesamt unterstützt das Land diese bei der Finanzierung der Schulsozialarbeit an allgemeinbildenden Schulen (7 Mio. Euro) sowie an berufsbildenden Schulen (3 Mio. Euro). Darüber hinaus gibt es den Unterstützungsfonds des Landes von zehn Millionen Euro, über den die Kommunen unter anderem Integrationshelferinnen und -helfer und Schulsozialarbeit finanzieren können, das sind insgesamt also rund 20 Millionen Euro jedes Jahr, die Kommunen und Lehrkräfte vor Ort entlasten. Über CHANCEN@lernen.rlp kommen in den Schuljahren 2021/2022 und 2022/2023 dazu noch weitere knapp 8,4 Millionen Euro für sozialpädagogische Angebote in Schulen.

Förderjahr 2022

Insgesamt wurden an die Jugendämter bislang rund 6,5 der insgesamt 7 Mio. Euro zur Förderung von rund 213 Stellen bzw. Vollzeitäquivalenten an 250 allgemeinbildenden Schulen, die den Berufsreifeabschluss anbieten, bewilligt. Die Förderungen entnehmen Sie bitte der folgenden Tabelle. Dazu kommen nun noch die 8,4 Millionen Euro aus dem Programm CHANCEN( at )lernen.rlp

Jugendamt

Förderung in Euro

Förderung
in Stellen /
Vollzeitäquivalente

Kreisfreie Städte

Frankenthal

91.800 €

3,00

Kaiserslautern

191.250 €

6,25

Koblenz

214.200 €

7,00

Landau

91.800 €

3,00

Ludwigshafen

302.940 €

9,90

Mainz

313.650 €

10,25

Neustadt/Weinstraße *) voraussichtlich zu erwartende Förderung

68.850 €

2,25

Pirmasens

117.810 €

3,85

Speyer

114.750 €

3,75

Trier

198.900 €

6,50

Worms

167.025 €

5,50

Zweibrücken

53.550 €

1,75

Große kreisangehörige Städte mit eigenem Jugendamt

Andernach

61.200 €

2,00

Idar-Oberstein

30.600 €

1,00

Mayen

45.900 €

1,50

Neuwied

168.300 €

5,50

Landkreise

Ahrweiler

76.500 €

2,50

Altenkirchen

221.850 €

7,25

Alzey-Worms

252.450 €

8,25

Bad Dürkheim

145.350 €

4,75

Bad Kreuznach
(einschl. Stadt Bad Kreuznach)

280.500 €

9,16

Bernkastel-Wittlich

198.900 €

6,50

Birkenfeld

107.100 €

3.50

Cochem-Zell

122.400 €

4,00

Donnersbergkreis

137.700 €

4,50

Eifelkreis Bitburg-Prüm

198.900 €

6,50

Germersheim

206.550 €

6,75

Kaiserslautern

183.600 €

6,00

Kusel

122.400 €

4,00

Mainz-Bingen

275.400 €

9,00

Mayen-Koblenz

221.850 €

7,25

Neuwied

175.950 €

5,75

Rhein-Hunsrück-Kreis

175.950 €

5,75

Rhein-Lahn-Kreis

168.300 €

5,50

Rhein-Pfalz-Kreis

153.000 €

5,00

Südliche Weinstraße

168.300 €

5,50

Südwestpfalz

141.177 €

4,61

Trier-Saarburg

160.650 €

5,25

Vulkaneifel

114.750 €

3,75

Westerwaldkreis

283.050 €

9,25


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