Baden-Württemberg

4 089 Kinder im Schuljahr 2010/2011 in Grundschulförderklassen

Im Schuljahr 2010/2011 wurden nach Feststellung des Statistischen Landesamtes zum Stichtag 21. Oktober 2010 in Baden-Württemberg 4 089 vom Schulbesuch zurückgestellte Mädchen und Jungen im schulpflichtigen Alter in öffentlichen Grundschulförderklassen betreut. Die Grundschulförderklasse hat die Aufgabe, schulpflichtige und vom Schulbesuch zurückgestellte Kinder zur Grundschulfähigkeit zu führen.

29.03.2011 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Durch gezielte Förderung sollen sie in ihrer geistigen, seelischen und körperlichen Entwicklung so unterstützt werden, dass eine Aufnahme in die Grundschule möglich wird. Hierbei kommt dem sozialen Lernen innerhalb der Gruppe besondere Bedeutung zu.

Die Grundschulförderklassen werden an den Grundschulen geführt. Sie sind eng mit dem ersten Schuljahr verzahnt, um eine optimale Förderung der Kinder zu erreichen und sie gegebenenfalls unterjährig in die erste Klasse einzuschulen. Insgesamt wurden im Schuljahr 2010/2011 etwa 92 000 Schülerinnen und Schüler (vorläufige Zahl) in Grundschulen eingeschult. Zum Vergleich: Im Schuljahr 2009/2010 wurden 4 061 Kinder in Grundschulförderklassen betreut; etwa 94 000 Schülerinnen und Schüler wurden eingeschult. Die Zahl der Einschulungen an Grundschulen ist seit dem Schuljahr 2003/04 rückläufig.

Im laufenden Schuljahr bestehen an 242 Schulstandorten insgesamt 291 öffentliche Grundschulförderklassen. Landesweit wurden je Klasse im Durchschnitt 14 Kinder überwiegend halbtägig betreut. Die durchschnittliche Klassengröße reichte von 10 Kindern im Stadtkreis Ulm bis zu 17 Kindern im Landkreis Ravensburg (siehe Tabelle). Mit einem Anteil von rund 66 Prozent (2 711) waren Jungen in öffentlichen Grundschulförderklassen deutlich in der Überzahl gegenüber Mädchen. 22 Prozent (904) der betreuten Kinder hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit. Von den insgesamt 679 Personen des Lehr- und Erziehungspersonals, darunter nur 5 Prozent Männer (37), waren fast zwei Drittel (61 Prozent) Lehrerinnen oder Lehrer, 31 Prozent Erzieherinnen oder Erzieher, 6 Prozent Sozialpädagoginnen oder Sozialpädagogen und 2 Prozent hatten eine anderweitige Ausbildung.


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