Fördermassnahme

Stellen zur Unterstützung bei Beschulung ukrainischer Kinder verlängert

Die allgemein bildendenden Schulen in Niedersachsen können weiterhin auf die zusätzliche Unterstützung durch Pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Schulsozialarbeit und die Schulpsychologie zählen.

17.03.2023 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium
  • Eine Lehrerin steht vor einer Tafel, Schülerinnen melden sich. © s4svisuals - www.fotolia.com

Der Haushaltsausschuss des Niedersächsischen Landtages hat mit Blick auf die anhaltenden Herausforderungen durch vor dem Krieg geflüchtete ukrainische Kinder 20 Millionen Euro bereitgestellt, um eine Verlängerung von insgesamt 428 Stellen (Vollzeiteinheiten) bis Jahresende sicherzustellen. Die Gelder stammen aus dem ersten Nachtragshaushalt zur Abfederung der Folgen des Kriegs gegen die Ukraine und sind vorerst bis zum 31.12.2023 befristet.

„Ich danke den Kolleginnen und Kollegen der Fraktionen für die Freigabe der Gelder, die wir beantragt haben. Die Schulen und die Beschäftigten haben damit vorerst Planungssicherheit. In dieser Zeit ist es entscheidend, Beschäftigte an Schulen zu halten und Schulen Verlässlichkeit zu bieten. Die objektiv hohe Belastung der Schulen durch mehr als 20.500 zusätzliche Schülerinnen und Schüler aus dem ukrainischen Kriegsgebiet macht diesen Schritt besonders wichtig. Diese umfassende multiprofessionelle Unterstützung ist für die Arbeit an Schulen von entscheidender Bedeutung“, erklärt dazu Niedersachsens Kultusministerin Julia Willie Hamburg.

Es gehe im nächsten Schritt nun darum, dauerhaft Finanzmittel zu generieren, um eine unbefristete Beschäftigung der Pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der sozialpädagogischen Fachkräfte an den Schulen sowie der Schulpsychologinnen und Schulpsychologen bei den Regionalen Landesämtern für Schule und Bildung (RLSB) zu erreichen. Hamburg: „Der Bedarf an vielfältiger Kompetenz zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler sowie zur Entlastung der Lehrkräfte wird sehr hoch bleiben. Daher werde ich mich dafür einsetzen, dass wir diese Struktur aufrechterhalten und perspektivisch weiter ausbauen.“

Die nunmehr verlängerten Personalmaßnahmen entstammen ursprünglich aus dem Corona-Kompensationsprogramm „Startklar für die Zukunft“, in dem Bundes- und Landesmittel gebündelt und unter anderem für zusätzliches Unterstützungspersonal an Schulen genutzt wurden. Da dieses Programm auf zwei Jahre befristet ist, wären die entsprechenden Stellen ohne Verlängerung am 31.07.2023 ausgelaufen.


Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden