Ahnen: Angebot beruflicher Gymnasien wird deutlich weiter ausgebaut

Mit einem neuen Stufenplan baut die Landesregierung das Angebot an beruflichen Gymnasien landesweit deutlich aus. "In einem ersten großen Schritt können zum Schuljahr 2008/2009 an fünf Standorten landesweit – in Diez, Germersheim, Landau, Ludwigshafen und Mainz – an berufsbildenden Schulen neue gymnasiale Angebote mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten starten. Weitere Entscheidungen sollen folgen", teilte Bildungsministerin Doris Ahnen heute mit.

04.12.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Die beruflichen Gymnasien sind seit der Gründung der ersten Schulen dieses Typs vor fast 40 Jahren zu einem sehr wichtigen Bildungsangebot für Schülerinnen und Schüler geworden, die erst relativ spät ihren Bildungsweg auf die Hochschulreife ausrichten und zudem sehr häufig bereits spezielle berufliche Neigungen haben. Der Ausbau der beruflichen Gymnasien ist daher nicht nur ein Beitrag dazu, die Durchlässigkeit im Bildungssystem zu erhöhen und die Gleichwertigkeit von allgemeiner und beruflicher Bildung zu stärken. Er trägt auch dazu bei, den Anteil von jungen Menschen mit Hochschulzugangsberechtigung zu steigern, der in Deutschland im internationalen Vergleich noch unterdurchschnittlich ausfällt, und er dient der Deckung des steigenden Fachkräftebedarfs der Wirtschaft", betonte Doris Ahnen.

Derzeit gebe es in 19 Städten landesweit insgesamt 27 berufliche Gymnasien mit 29 Bildungsgängen in drei Fachrichtungen (Wirtschaft, Soziales und Gesundheit sowie Technik), hielt die Bildungsministerin fest. Dabei sind an den beruflichen Gymnasien Technik Spezialisierungen auf die Bereiche Bau-, Elektro-, Metall- und Umwelttechnik sowie an Medienstandorten auf den Bereich Gestaltungs- und Medientechnik möglich. Allein seit 1990 sei mit dem schrittweisen Ausbau des Angebots an beruflichen Gymnasien die Zahl der Schülerinnen und Schüler dort von 2.500 auf zuletzt rund 6.200 junge Menschen gestiegen.

Für den neuen Ausbau-Stufenplan gebe es aktuell 17 Anträge aus dem ganzen Land, sagte Doris Ahnen. Im ersten Schritt würden nun drei berufliche Gymnasien der Fachrichtung Gesundheit und Soziales und zwar an der BBS in Landau, an der BBS 3 in Mainz (Sophie-Scholl-Schule) sowie an der BBS Hauswirtschaft und Soziales in Ludwigshafen, ein berufliches Gymnasium mit dem Schwerpunkt Umwelttechnik an der BBS Diez (Nikolaus-August-Otto-Schule) und ein Wirtschaftsgymnasium an der BBS Germersheim eingerichtet.

"Oberstes Ziel bei der weiteren Umsetzung des Stufenplans ist es, ein landesweit vergleichbares Bildungsangebot sicherzustellen. Dabei wird die regionale Schulentwicklungsplanung insgesamt ebenso beachtet wie die spezifischen Strukturen der berufsbildenden Schulen vor Ort und die Beurteilungen aus Sicht der Schulträger ", betonte die Bildungsministerin, die auch daran erinnerte, dass seit der BBS-Reform mit den Angeboten der Berufsoberschule (BOS) und der Dualen Berufsoberschule (Duale BOS) neue Wege zur Fachhochschulreife – im Falle der BOS II sogar zur fachgebundenen oder allgemeinen Hochschulreife im System der berufsbildenden Schulen offenstünden.


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