Ahnen / Conrad: Aktionstage sollen junge Menschen für Bedeutung des fairen Handels sensibilisieren

"Die Globalisierung in der Wirtschaft führt auch dazu, dass Verbraucherinnen und Verbraucher hierzulande mit Produkten in Berührung kommen, die unter absolut gegen die Gebote sozialer Gerechtigkeit, des Arbeits- und teilweise auch des Kinderschutzes verstoßenden Bedingungen hergestellt werden. Gemeinsam mit dem Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk Rheinland-Pfalz (ELAN) wollen das Bildungs- und das Verbraucherschutzministerium möglichst viele Schülerinnen und Schüler als Konsumenten für solche Fragen sensibilisieren." Das unterstrichen Bildungsministerin Doris Ahnen und Verbraucherschutzministerin Margit Conrad zum Auftakt der am 19. September beginnenden Aktionstage ,Bildung für nachhaltige Entwicklung´, die bundesweit stattfinden und von den Vereinten Nationen (UNO) angeregt wurden.

18.09.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Es ist sehr erfreulich, dass sich als Vorreiter im Land mit der Berufsbildenden Schule Mainz II (Sophie-Scholl-Schule), dem Gymnasium Am Römerkastell in Alzey, der Förderschule Rockenhausen (Schule am Donnersberg), dem Auguste-Viktoria-Gymnasium in Trier und der Geschwister-Scholl-Realschule in Andernach insgesamt fünf Schulen aus dem Land an dieser ersten Aktionswoche beteiligen", betonte Bildungsministerin Ahnen. Die Schülerinnen und Schüler aus den beteiligten Schulen wollen im Rahmen von "Stadt-Rallyes" einen Blick hinter die Kulissen werfen und herausfinden, wie ausgeprägt der Aspekt des fairen Handels in ihrem jeweiligen direkten Umfeld ist. Dabei werden neben Handelsunternehmen auch öffentliche Verwaltungen unter die Lupe genommen sowie Verbraucherinnen und Verbraucher nach ihrem Konsumverhalten befragt. Das Konzept der Stadt-Rallye, die dafür erstellten Materialien sowie die Erfahrungsberichte der jetzigen Vorreiter-Schulen würden für das kommende Jahr allen Schulen zur Verfügung gestellt, kündigte die Bildungsministerin an.

Verbraucherschutzministerin Margit Conrad unterstrich, dass die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards in der Beschaffung zusammengehörten, wenn Kommunen und Unternehmen eine nachhaltige Entwicklung bei sich umsetzen wollen. Die Stadt-Rallye schaffe so auch Synergieeffekte mit den kommunalen Agenda-21-Prozessen. Jugendliche würden darüber hinaus ermutigt, sich mit dem Thema nachhaltige Entwicklung und dessen praktischer Verwirklichung auseinanderzusetzen.


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