Rheinland-Pfalz

Ahnen / Conrad: Verbraucherbildung wird in Schulen verankert

Möglichst viele junge Menschen zu "mündigen" Konsumentinnen und Konsumenten zu machen, die Entscheidungen gesundheits- und qualitätsorientiert treffen, dazu soll die jetzt in Kraft getretene "Richtlinie zur Verbraucherbildung an allgemeinbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz" einen Beitrag leisten.

28.12.2010 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Die auf Basis eines Landtagsbeschlusses vom Bildungsministerium in Zusammenarbeit mit dem Verbraucherschutzministerium entwickelte Richtlinie macht die Verbraucherbildung landesweit in allen allgemeinbildenden Schulen und allen Jahrgangsstufen fächerübergreifend zum festen Bestandteil im Schulalltag. Vermittelt werden sollen dabei Informationen zu einem gesunden Lebensstil ebenso wie Kenntnisse im Umgang mit Finanzprodukten oder mit Angeboten aus der digitalen Medienwelt, Regelungen des Datenschutzes oder Hintergründe für Konsumentscheidungen – wie die Wirkung von Werbebotschaften.

"Kinder und Jugendliche sind tagtäglich einer Flut von Konsumangeboten ausgesetzt und nutzen sie. Sie laden beispielsweise kostenpflichtige Klingeltöne auf ihr Handy oder Musiktitel aus dem Internet auf MP3-Player. Doch über die finanziellen und rechtlichen Auswirkungen wissen sie oft viel zu wenig Bescheid. Hier setzt die neue Richtlinie an", hält Verbraucherschutzministerin Margit Conrad fest. Bildungsministerin Doris Ahnen ergänzt: "Wir wollen die jungen Menschen fit für den Verbraucheralltag machen, damit sie reflektiert und selbstbestimmt Konsumentscheidungen treffen können. Die Schule kann dies allein sicher nicht sicherstellen, aber sie soll und kann hier entscheidende Beiträge leisten."

Beide Ministerinnen setzen zudem auf die Kooperation und Vernetzung mit Partnern wie den Verbraucherschutzorganisationen, Beratungsstellen, Sozial- und Wirtschaftsverbänden sowie Behörden, die auf dem Feld des Verbraucherschutzes aktiv sind. Denn der Schwerpunkt des Unterrichts soll anhand von praktischen Projekten in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Praxis erfolgen. Spannende Methoden wie Warentests, ein konsumkritischer Stadtspaziergang oder die Konzeption einer eigenen Werbekampagne sollen den Unterricht bereichern. Die Partnerinstitutionen sollen auch in ein entsprechendes Fortbildungsprogramm für Lehrerinnen und Lehrer eingebunden werden, das im nächsten Jahr anlaufen soll. Projektvorschläge und praktische Unterrichtshilfen sowie aktuelle Informationen bietet ab sofort bereits das neue Internetportal www.verbraucherbildung.bildung-rp.de.


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