Ahnen: Mehr Sprachförderung in Grundschulen durch Hausaufgabenhilfe

Kinder mit Migrationshintergrund in ihrer Bildungslaufbahn schon früh zu fördern, ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung, das jetzt mit einer weiteren Maßnahme ergänzt werden soll.

10.05.2005 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Bereits jetzt werden Kinder anderer Herkunftssprachen in den Grundschulen zusätzlich gefördert, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Im laufenden Schuljahr kommt diese Förderung mehr als 6800 Grundschülerinnen und Grundschülern zugute. Nachdem mit dem neuen Landesprogramm ,Zukunftschance Kinder - Bildung von Anfang an´ ein deutlicher Ausbau der Sprachförderung für Kinder im Kindergartenalter erfolgen wird, wollen wir nun ab dem kommenden Schuljahr in der Startphase der Grundschule neue Möglichkeiten zur Förderung für Kinder mit Migrationshintergrund eröffnen. Für Grundschulen mit einem hohen Anteil von Migrantenkindern, die nicht zu den neuen Ganztagsschulen gehören, bieten wir eine Landesförderung für eine zusätzliche Hausaufgabenhilfe mit integriertem spielerischem Sprachtraining in den ersten beiden Schuljahren an", kündigte Bildungsministerin Doris Ahnen an.

Ergänzend zu der Förderung im Unterricht sollten in dieser Hausaufgabenhilfe Gruppen von acht bis zwölf Kindern jeweils drei Stunden pro Woche zusätzliche Unterstützung erhalten. Ähnlich wie in der "Betreuenden Grundschule" sollten die Zusatzangebote möglichst direkt an das Ende des jeweiligen Schultages angekoppelt werden. Sie könnten von den jeweiligen Schulträgern, den Kommunen, Schulfördervereinen oder von freien Trägern gestaltet werden. Die Träger sollten dabei über das gesamte Schuljahr hinweg verlässlich qualifizierte Kräfte mit pädagogischer Erfahrung oder Vorbildung, vor allem im sprachlichen Bereich, bereitstellen können.

Mit der pauschalen Landesförderung von 1800 Euro pro Gruppe und Jahr könnten im kommenden Schuljahr zunächst etwa 160 Gruppen landesweit gefördert werden. "Viele Lehrerinnen und Lehrer berichten, dass gerade in der Schulanfangsphase viele Kinder mit Migrationshintergrund wenig oder gar keine häusliche Unterstützung erfahren können. Mit dem neuen Angebot helfen wir daher nicht nur den Kindern, sondern auch ihren Familien", sagte Doris Ahnen.


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