Ahnen: Schulen sichern Unterrichtsversorgung in hohem Maß – PES hilft
Den Schulen im Land gelingt es durch interne Vertretungsregelungen und die Einbindung pädagogischer Fachkräfte von außerhalb der Schule in hohem Maße, den Ausfall regulären Unterrichts erfolgreich zu begrenzen. Dies ist das Fazit von Sondererhebungen, die das Bildungsministerium jetzt dem Landtag zugeleitet hat.
14.06.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzIn der Zeit vom 14. bis 18. April meldeten 1.037 Schulen, die nicht am landesweiten Projekt Erweiterte Selbstständigkeit (PES) teilnehmen, detailliert an die Schulaufsicht, wie viel des nach Stundenplan zu haltenden Unterrichts tatsächlich stattfinden konnte. Das Ergebnis: Im Schnitt konnten 3,2 Prozent des planmäßig zu erteilenden Unterrichts durch Erkrankungen oder Fortbildungen von Lehrkräften oder aber aus anderen Gründen (beispielsweise Studientage, Klassenfahrten, Elternveranstaltungen) nicht erteilt werden. 50,4 Prozent der Schulen hatten nach dieser Erhebung keinen Stundenausfall zu verzeichnen, weitere 31,6 Prozent meldeten eine Ausfallquote von weniger als vier Prozent. "Alle Beteiligten – also Ministerium, Schulaufsicht und Schulen – müssen und werden sich weiter bemühen, Schülerinnen und Schüler noch mehr als bislang mit Unterricht zu versorgen", kommentierte Bildungsministerin Doris Ahnen die Ergebnisse.
Eine deutlich längerfristige Übersicht über den tatsächlichen Unterrichtsausfall ermöglicht die Sonderauswertung des PES-Portals. Vor dem Start des Projekts hatte der Landesrechnungshof in einer Untersuchung für das erste Halbjahr des Schuljahres 1998/99 einen tatsächlichen Unterrichtsausfall von 4,2 Prozent aller Stunden ermittelt. Stichproben in den beiden Folgejahren ergaben vergleichbare Werte. Die Rückmeldungen der mittlerweile 580 PES-Schulen landesweit, die sich mit eigenen Budgets Vertretungspools einrichten können, zeigt nun für das erste Halbjahr des noch laufenden Schuljahrs 2007/2008, dass mit Hilfe der schulischen Vertretungspools der temporäre Unterrichtsausfall auf einen Anteil von 2,5 Prozent reduziert werden konnte.
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