Ahnen: Übergänge auf dem Bildungsweg aktiv und sensibel gestalten

Hilfestellungen für Eltern und Erziehungskräfte bei der Gestaltung von Übergängen zwischen verschiedenen Bildungseinrichtungen bietet die neueste Empfehlung der "Kommission Anwalt des Kindes", die der Vorsitzende der Kommission, Dr. med. Johannes Oepen, heute Bildungs- und Jugendministerin Doris Ahnen überreichte.

04.11.2005 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Die Expertenkommission "Anwalt des Kindes", der Fachleute aus den Bereichen Pädagogik, Psychologie, Medizin und Rechtswissenschaft angehören, wurde im Oktober 1974 als unabhängige Arbeitsgruppe berufen, die zu aktuellen Fragen aus den Bereichen Bildung und Erziehung, Schule und Unterricht Stellung nimmt und das Bildungsministerium berät. Die jetzt vorgelegte 25. Empfehlung mit dem Titel "Bruchstellen, Nahtstellen, Brücken – Übergänge im Bildungswesen" thematisiert die Problematik verschiedener Übergänge im Bildungsweg und die damit möglicherweise verbundenen Schwierigkeiten und Ängste vieler Eltern, Kinder, Schülerinnen und Schüler aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln.

"Übergänge auf dem Bildungsweg müssen aktiv und sensibel gestaltet werden, damit Kinder und Jugendliche sie nicht als Brüche sondern als fließende Wechsel erleben", unterstrich Bildungs- und Jugendministerin Ahnen. "Wir unterstützen daher eine bessere Zusammenarbeit beispielsweise von Kindertagesstätten und Grundschulen, von Grundschulen und weiterführenden Schulen sowie von Schulen und Hochschulen oder Schulen und ausbildender Wirtschaft. Um Übergänge tatsächlich möglichst reibungslos zu gestalten, brauchen wir aber auch Orientierungshilfen und Wegweiser für Eltern, Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrerinnen und Lehrer, wie sie die jetzt vorgelegte Empfehlung enthält."

Oftmals werde ein Wechsel der Bildungsinstitution von den Betroffenen immer noch als tiefer und verunsichernder Einschnitt im Leben empfunden, stellt die Expertenkommission fest. Mit der neuen Empfehlung sollten positive Aspekte von solchen Übergängen gerade für die Kinder und Jugendlichen ins Zentrum gerückt und zugleich Vorurteile oder Ängste abgebaut werden. "Angemessene Entscheidungen kann nur treffen, wer informiert ist", unterstrich der Kommissionsvorsitzende Oepen. Daher biete die Empfehlung Sachinformationen beispielsweise zum Thema Einschulung aber auch Orientierungshilfen für Gespräche und Anhaltspunkte unter anderem für die Wahl der weiterführenden Schule. Vor allem solle Eltern Mut gemacht werden, dass sie ihrem Kind die Gelegenheit geben, seinen eigenen Weg zu finden. Sie sollten aber auch darin bestärkt werden, ihre eigenen Erwartungen kritisch zu hinterfragen und unter dem Gesichtspunkt "Was ist für mein Kind das Beste?" zu bewerten. Die Kommission Anwalt des Kindes verstehe sich dabei nicht als Vertreterin einer bestimmten Position, sondern lege in ihrer differenzierten Behandlung der Facetten des Themas immer die Frage nach dem Wohl des Kindes zugrunde, betonte Oepen.

Die neue Empfehlung "Bruchstellen, Nahtstellen, Brücken – Übergänge im Bildungswesen" erscheint in einer Auflage von 20.000 Stück und wird an alle Schulen des Landes sowie zahlreiche lokale und überregionale Bildungseinrichtungen versandt.

Zu beziehen ist die Empfehlung über die Broschürenstelle des Ministeriums für Bildung, Frauen und Jugend, Wallstr. 3, 55122 Mainz (Tel.: 06131/165757) oder über die Internet-Seiten www.mbfj.rlp.de und www.anwalt-des-Kindes.bildung-rp.de.


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