Aktuelle Statistik zur Lehrer- und Unterrichtsversorgung
Die jährliche Erhebung zur Unterrichtsversorgung an Berlins Schulen (Stichtag 1.November, sogenannte "Oktoberstatistik") zeigt ein differenziertes Bild. So sind Berlins Schulen insgesamt über alle Schularten und Bezirke kumuliert mit einem Bruttowert von 107,0 Prozent Lehrkräften ausgestattet.(1) Tatsächlich an den Schulen verfügbar ist ein Wert von 103,4 Prozent, da unter anderem ein Teil der Lehrkräfte im Mutterschutz oder als Langzeitkranke gemeldet ist.
19.12.2005 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungDie Bilanz zeigt auch, dass die Werte in den einzelnen Bezirken und Schularten variieren. Eine Grundausstattung unter 100 Prozent gibt es im Mittel in Sonderschulen in vier Bezirken. Auch unterscheiden sich die Werte bei den Grundschulen von Bezirk zu Bezirk. Haupt- und Realschulen sind im Mittel besser ausgestattet als Gymnasien und Gesamtschulen. Die Bedarfe wurden aufgrund der Meldungen aus den Bezirken ermittelt.
Bildungssenator Klaus Böger (SPD): "Die Ergebnisse der Statistik machen Schluss mit den Märchen deutlicher Unter- oder Überausstattung von Berlins Schulen. Richtig ist: An einigen Schulen gibt es rein rechnerisch zu viele Lehrer, an anderen für Schüler, Eltern und Kollegen spürbar zu wenig. Falsch sind aber die Aussagen, es gebe viel zu viele Lehrer und es gebe viel zu wenig Lehrer."
Die Regelausstattung der Berliner Schule liegt bei 105 %. Im Jahr 2004 lag der tatsächliche Wert bei 109%. Böger: "So kann es zu dem Eindruck einer Schlechter-Versorgung kommen. Tatsächlich ist Berlin immer noch ein Bundesland mit einer erfreulich hohen Ausstattung, deren Wert wir hoch schätzen sollten."
Böger weiter: "Die Senatsverwaltung für Bildung wir weiterhin konsequent und so früh wie möglich Umsetzungen von Schulen und Regionen mit Überhängen vornehmen. Ich hoffe, dass dieses Vorgehen künftig auf mehr Verständnis aller Beteiligten stößt."
________________________________
(1) Dieser Wert zur Unterrichtsversorgung beschreibt das Verhältnis aus Lehrkräfte-Bestand und Bedarf der Unterrichtsversorgung. Diese Bilanz kann in Vollzeiteinheiten oder Prozent ausgedrückt werden. In den Bedarf fließen nicht nur die Anforderungen der Stundentafel, sondern auch sämtliche Sonderausstattungen wie Teilungsstunden und Förderunterricht ein. So kann auch eine Schule mit einem Wert von unter 100 Prozent die Stundentafel abdecken.
Keine Kommentare vorhanden