Berlin

Anmeldungen an den weiterführenden Schulen Berlins: Akzeptanz der Sekundarschulen steigt – insgesamt ausreichend Plätze

Die vorläufigen Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen zum kommenden Schuljahr 2010/11 lassen kaum Veränderungen bei der Wahl der Schulart im Vergleich zu den Vorjahren erkennen. Gymnasien verzeichnen 44 % der Anmeldungen (Vorjahr 45 %), Integrierte Sekundarschulen 56 % (Vorjahr 55 %). Zum ersten Mal seit Jahren nimmt der prozentuale Anteil der Gymnasialanmeldungen nicht mehr zu. Die vorhandenen Platzkapazitäten in beiden Schularten sind ausreichend, um die Elternwünsche entsprechend zu erfüllen.

19.02.2011 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Die Prognose der Senatsbildungsverwaltung nach einem erhöhten Platzbedarf um ca. 16 % durch den vorgezogenen Einschulungszeitpunkt hat sich bestätigt und wurde nicht überschritten. Insgesamt haben sich nach jetzigem Stand 25.694 Schülerinnen und Schüler für die 7. Klasse im kommenden Schuljahr angemeldet (23.328 im Vorjahr). Die Bildungsverwaltung geht davon aus, dass noch rd. 1.500 Anmeldungen ausstehen.

"Der von einigen prognostizierte Run auf die Gymnasien hat nicht stattgefunden", so Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner. "Bestätigt hat sich meine Annahme, dass sich die Integrierten Sekundarschulen als neue Schulart etablieren und durch ihre vielfältigen Angebote im Bereich des Ganztags und des Dualen Lernens sowie ihrer individuellen Fördermöglichkeiten die Eltern überzeugen konnten. Die Perspektive, das Abitur nach 13 Jahren zu erlangen, hat die Attraktivität der Sekundarschule gesteigert." Berlinweit haben 15 % der Schülerinnen und Schüler von Sekundarschulen eine Förderprognose Gymnasium.

Das Ergebnis einer Schnellumfrage in allen Berliner Bezirken, bei der die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung die Anmeldezahlen für die künftigen Integrierten Sekundarschulen und die Gymnasien abfragte, stellt eine vorläufige Bilanz dar, weil der Anmeldezeitraum erst mit dem heutigen Freitag endet. Die heutige Auswertung umfasst etwa 94 % der Anmeldungen der prognostizierten Schülerinnen und Schüler des künftigen 7. Jahrganges.

Insgesamt sind zum jetzigen Zeitpunkt von 121 Integrierten Sekundarschulen 44 übernachgefragt und wählen ihre Schülerschaft nun nach dem neuen Aufnahmeverfahren bei Übernachfrage aus. Bei den Gymnasien sind 39 von insgesamt 94 Schulen übernachgefragt. Berlinweit ergibt sich heute folgendes Bild:

Zurzeit sind die Gymnasialplätze in den drei Bezirken Reinickendorf, Steglitz-Zehlendorf und Neukölln übernachgefragt. Die insgesamt übernachgefragten Sekundarschulpätze betreffen die Bezirke Treptow-Köpenick, Lichtenberg und Tempelhof-Schöneberg.

Im letzten Jahr waren bei den Gymnasialplätzen sechs Bezirke übernachgefragt (Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Charlottenburg-Wilmersdorf, Spandau, Steglitz-Zehlendorf und Neukölln), bei Sekundarschulplätzen der Bezirk Tempelhof-Schöneberg.

"Gymnasien und Integrierte Sekundarschulen haben ihre Schülerschaft gefunden. Die Platzkapazitäten an den beiden Schularten werden sich insgesamt als ausreichend erweisen", so Bildungssenator Zöllner. 1.378 Plätze sind aktuell an den Integrierten Sekundarschulen frei, 810 Plätze an den Gymnasien.


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