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ARGEALP: Berufliche Bildung braucht politische Priorität

Digitalisierung und KI, zunehmende sprachliche Heterogenität, Inklusion und wachsender Fachkräftemangel verändern die Anforderungen an berufliche Schulen grundlegend. Die ARGEALP-Arbeitsgemeinschaft mit Berufsbildner*innen u. a. aus Baden-Württemberg und Bayern sieht dringenden Handlungsbedarf bei Politik und Bildungsadministration.

09.10.2026 Bayern, Baden-Württemberg Pressemeldung Verband der Lehrer an beruflichen Schulen in Bayern e.V.
  • Ein Lehrer erklärt zwei Schülern etwas an einem Computer. © Adobe Stock Lehrkräfte benötigen Zeit, Qualifizierung und geeignete Konzepte, um KI sinnvoll, verantwortungsvoll und lernförderlich einzusetzen.

Wer  die  berufliche  Bildung  stärken  will,  muss  auch  ihre  personellen  und  finanziellen Voraussetzungen verbessern.

„Gute berufliche Bildung gibt es nicht zum Nulltarif. Wenn die Anforderungen an unsere Schulen kontinuierlich steigen, müssen  die  notwendigen  Ressourcen  entsprechend  mitwachsen“,  und  weiter:  „Berufssprache  Deutsch  ist  eine Schlüsselkompetenz für den Ausbildungserfolg. Wer jungen Menschen den Weg in Ausbildung und Beschäftigung eröffnen will,  muss  die  Schulen dafür  auch  mit zusätzlichen Sprachförderangeboten und  qualifiziertem Personal ausstatten“, so der bayerische Landesvorsitzende des VLB, Pankraz Männlein.

Gerade die sprachliche Förderung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Berufliche Schulen bilden junge Menschen mit sehr unterschiedlichen sprachlichen und persönlichen Voraussetzungen aus und übernehmen damit eine  zentrale Integrations- und Qualifizierungsfunktion für Wirtschaft und Gesellschaft.

Die  ARGEALP  sieht  dabei  nicht  nur  einzelne  Länder,  sondern  den  gesamten  Alpenraum  vor  vergleichbaren Herausforderungen. Der Austausch in der Arbeitsgemeinschaft macht deutlich: Berufliche Bildung ist ein zentraler Standortfaktor und muss entsprechend politisch priorisiert werden.

Aus Sicht der ARGEALP braucht es insbesondere

  • mehr Personal für die beruflichen Schulen,
  • zusätzliche Ressourcen für Sprachförderung und Inklusion,
  • eine verlässliche und zukunftsfähige digitale Ausstattung,
  • sowie ausreichend Zeit und Angebote für die Fortbildung der Lehrkräfte, gerade im Umgang mit Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz.

Die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz verändert das Lehren und Lernen an beruflichen Schulen. Entscheidend  ist  nicht  allein  die  technische  Ausstattung.  Lehrkräfte  benötigen  Zeit,  Qualifizierung  und  geeignete Konzepte, um KI sinnvoll, verantwortungsvoll und lernförderlich einzusetzen.

„Die beruflichen Schulen sind bereit, den Wandel zu gestalten. Aber sie können zusätzliche Aufgaben nicht dauerhaft mit immer knapper werdenden Ressourcen bewältigen. Die Politik muss deshalb jetzt die Rahmenbedingungen schaffen, damit berufliche Bildung auch künftig leistungsfähig und attraktiv bleibt“, so unisono die Vorsitzenden der ARGEALP-Verbände.

Die ARGEALP-Arbeitsgemeinschaft Berufsbildung will den grenzüberschreitenden Austausch weiter intensivieren und gemeinsame Antworten auf die Herausforderungen der beruflichen Bildung entwickeln. Denn starke berufliche Bildung bedeutet starke Fachkräfte, starke Regionen und damit eine starke Zukunft für den gesamten Alpenraum.


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