PISA-Studie

Armes reiches Land - Bildungsarmut in einem der reichsten Länder der Welt bleibt bestehen

Zehn Jahre nach dem ersten PISA-Schock ist auch die heute veröffentlichte Studie kein Grund für Lob oder gar Jubel. Die deutschen Schüler haben sich verbessert. Von der Spitze oder gar einem guten Mittelfeld sind sie jedoch immer noch weit entfernt. Im Bereich der Lesekompetenz erreicht Deutschland wieder gerade so das Niveau der Industrienationen.

07.12.2010 Pressemeldung GEW Mecklenburg-Vorpommern

"Es ist eine Schande, dass unser reiches Land nicht in der Lage ist, unseren Schülerinnen und Schülern die besten Rahmenbedingungen zur Erreichung von Spitzenleistungen in der Bildung zu bieten. Und damit meine ich alle - egal welche soziale Herkunft sie haben", sagt Annett Lindner, Landesvorsitzende der GEW M-V zur heutigen Veröffentlichung der Studie und konkretisiert dazu: "Speziell für unser Bundesland hieße das zuverlässige Rahmenbedingungen und Strukturen, auch über eine Legislaturperiode hinaus, in den Bildungseinrichtungen zu schaffen und die Pädagoginnen und Pädagogen von unnötigem bürokratischen Ballast zu befreien."

So würde u.a. durch die vom Bildungsministerium eingeführte Selbständige Schule nicht erreicht, dass mehr Ressourcen zum Unterrichten frei würden. "Ein weiter so darf es im Land aber auch im Bund nicht geben!", sagt Annett Lindner weiter und fordert vom Bund, endlich die von Angela Merkel ausgerufene Bildungsrepublik Deutschland auch in die Tat umzusetzen. Damit ließe sich beispielweise schon während der anstehenden Tarifverhandlungen im kommenden Jahr beginnen.


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