Auch Flexibilität hat Grenzen!
Auf ihrer Sitzung am 6.3.2008 hat sich die Kultusministerkonferenz darauf verständigt, den Ländern größere Flexibilität bei der Umsetzung der Gesamt-stundenzahl an Gymnasien einzuräumen.
07.03.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Philologenverband NRW (PhV NRW)Für Nordrhein-Westfalen sieht der Philologen-Verband keinen Handlungsbedarf, da bereits in den 265 Gesamtstunden 5 Förderstunden enthalten sind. Diese Förderstunden können flexibel eingesetzt und müssen nicht pauschal an alle Schülerinnen und Schüler weitergegeben werden.
Zweifellos verlangt die Umsetzung der Schulzeitverkürzung Nachbesserungen. Allerdings warnt der Philologen-Verband vor Panikreaktionen und Kurzschlusshandlungen, die die Qualität gymnasialer Bildung nachhaltig beschädigen.
"Viel konkreter als bisher muss Eltern, Schülerinnen und Schülern wie auch Lehrkräften ein pädagogisch-inhaltlich tragfähiges Gesamtkonzept vorgestellt werden. Die schlichte Streichung von Unterrichtsstunden ist keine Lösung. Die Rahmenbedingungen sind schnellstens zu verbessern. Dazu müssen Finanzmittel und Lehrerstellen bereitgestellt werden, um den Ganztagsbetrieb bewältigen zu können. Über entsprechende Entlastungsmaßnahmen muss die größere arbeitszeitliche Beanspruchung unserer Kolleginnen und Kollegen aufgefangen werden", mahnt Peter Silbernagel, Vorsitzender des Philologen-Verbandes.
Der Philologen-Verband fordert die schulpolitisch Verantwortlichen auf, eine pädagogisch verantwortbare Balance zwischen dem erforderlichen Stundenumfang in einem 8-jährigen Gymnasium und der Zumutbarkeit für Kinder und Jugendliche herzustellen.
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