Autofahrer aufgepasst! Schulanfänger sind auch Verkehrsanfänger!

In den nächsten Tagen ist es wieder so weit: Die Schulferien sind beendet und es beginnt ein neues Schuljahr. Große und kleine Schüler bestimmen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder in Bussen das Bild auf unseren Straßen. Auch die ganz Kleinen sind unterwegs, denn in unserem Bundesland beginnt für viele der Start in einen ganz neuen Lebensabschnitt.

16.08.2007 Saarland Pressemeldung Gesamt Landes Elternvertretung des Saarlandes (GLEV)

Jörg Dammann, Vorsitzender der Landeselternvertretung Grundschulen im Saarland: "Die ABC-Schützen sind nicht nur die Neuen in der Schule - viele von ihnen werden in der nächsten Zeit erstmals ohne Begleitung auf den Straßen unterwegs sein und das in der Rushhour des Berufsverkehrs. Sie sind nicht nur Schulanfänger, sondern auch Verkehrsanfänger. Dies soll Grund genug für alle anderen Verkehrsteilnehmer sein, ihnen mit besonderer Aufmerksamkeit, Vorsicht und Rücksichtnahme zu begegnen," lautet der Appell der Landeselternvertretung Grundschulen.

Das Ende der großen Ferien bedeutet für viele Schülerinnen und Schüler neue Lehrer, neue Mitschüler, neue Schule, neue Fächer und auch neue Schulwege. Die Veränderungen sind gepaart mit Spannung und Neugierde, aber auch mit Unsicherheiten. Neben der Freude auf den Beginn der Schullaufbahn lauern aber im Straßenverkehr Gefahren auf die Kleinen. Kinder gehören zu den besonders gefährdeten Personen im Straßenverkehr, denn sie erleben den Straßenverkehr anders als Erwachsene. Sie haben eine völlig andere Blickperspektive, können die Geschwindigkeit herannahender Autos nicht einschätzen, reagieren impulsiv und manchmal unberechenbar. Straßenverkehr ist Stress: Autos, Ampeln, Schilder, Umweltreize....können die Kleinen überfordern.

Elternsprecher Dammann verdeutlicht: "Für uns Erwachsene ist es wichtig, die Fähigkeiten und Verhaltens-weisen der Kinder zu kennen und zu berücksichtigen. Kinder laufen unvermittelt im Spiel auf die Fahrbahn, erscheinen plötzlich hinter geparkten Autos, werden wegen der geringen Körpergröße übersehen. Verbotswidrig parkende Fahrzeuge sind dabei gefährliche Sichthindernisse. Erwachsene Verkehrsteilnehmer müssen nicht nur jetzt, sondern das ganze Jahr über besonders auf-merksam und bremsbereit sein. Dass insbesondere in Schulnähe und Wohngebieten langsam gefahren werden muss, versteht sich von selbst."

Leider verunglückten immer wieder Kinder auf ihrem Schulweg und werden Opfer von Verkehrsunfällen. Dies macht deutlich, dass der Schutz für Kinder im Straßenverkehr allgegenwärtig sein muss. Deshalb hier wichtige Tipps für Eltern und Autofahrer:

  • Seien Sie Vorbild für Kinder
  • Üben Sie mit Ihren Kindern den sicheren Schulweg!
  • Nehmen Sie Rücksicht!
  • Rechnen Sie ständig damit, dass Kinder zu unüberlegtem und spontanem Verhalten neigen!
  • Reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit!
  • Seien Sie bremsbereit!
  • Sichern Sie Ihre Kinder im Auto mit Rückhaltesystemen!
  • Parken Sie nicht auf direkten Schulwegen

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